Your Dog's Coat Can Tell You a Lot – Do You Recognize These Signs?

Das Fell deines Hundes verrät viel – erkennst du diese Zeichen?

Wirkt das Fell deines Hundes glanzlos? Das solltest du prüfen

Ein glänzendes, geschmeidiges und gesundes Fell spiegelt oft das allgemeine Wohlbefinden eines Hundes wider. Wenn das Fell plötzlich matt, trocken oder spröde wird, der Haarausfall zunimmt oder die Haut schuppt, juckt oder sich rötet, kann das viele verschiedene Ursachen haben.

Am Fell allein lässt sich nicht ablesen, was genau hinter der Veränderung steckt. Veränderungen im Fell können aber zu den ersten sichtbaren Zeichen gehören, die es lohnt, die Ernährung, die Hautgesundheit und das allgemeine Wohlbefinden deines Hundes genauer unter die Lupe zu nehmen.

1. Bekommt dein Hund genug hochwertiges Protein?

Haare bestehen zu einem großen Teil aus Keratin – einem Protein. Eine ausreichende Zufuhr an hochwertigem, gut verdaulichem Rohprotein und essenziellen Aminosäuren ist deshalb wichtig für normales Haarwachstum.

Eine unzureichende Protein- oder Energiezufuhr kann sich zeigen als:

  • trockenes oder mattes Fell

  • sprödes Haar

  • verstärkter Haarausfall

  • langsames Nachwachsen des Fells

  • Muskelschwund

  • Gewichtsverlust oder schlechter Allgemeinzustand

Bei Hunden, die selbst gekochtes oder rohes Futter erhalten, lohnt es sich besonders, die Ausgewogenheit der gesamten Ernährung zu prüfen. Viel Fleisch zu füttern bedeutet nicht automatisch, dass alle Nährstoffe in der richtigen Menge enthalten sind.

2. Fettsäuren sind wichtig für Haut und Fell

Sowohl die Menge als auch die Qualität des Fetts in der Ernährung können einen deutlichen Einfluss auf den Zustand von Haut und Fell deines Hundes haben.

Hunde müssen essentielle Fettsäuren über das Futter aufnehmen. Ist die Zufuhr zu gering, kann die Haut trocken und schuppig werden und das Fell seinen Glanz verlieren oder rau werden.

Besonders relevant für die Hautgesundheit sind Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Zu den Omega-3-Fettsäuren gehören die pflanzliche Alpha-Linolensäure (ALA) sowie EPA und DHA, die vor allem in Meeresquellen vorkommen.

Pflanzliche Quellen für Fettsäuren sind unter anderem:

Die Fettsäureversorgung sollte immer im Kontext der gesamten Ernährung bewertet werden – nicht anhand eines einzelnen Öl-Ergänzungsmittels.

3. Zink und Kupfer tragen zu normaler Haut- und Fellfunktion bei

Zink ist eines der wichtigsten Spurenelemente im Zusammenhang mit normaler Hautgesundheit beim Hund. Es wird für Prozesse wie Zellregeneration, normale Hautfunktion und Verhornung benötigt.

Ein Zinkmangel kann mit Haarausfall, Hautverdickung und Hautveränderungen einhergehen. Kupfer trägt zur normalen Pigmentierung des Fells bei – eine unzureichende Kupferzufuhr kann mit Farbverlust und nachlassender Fellqualität zusammenhängen.

Bei Spurenelementen gilt: Mehr ist nicht automatisch besser. Das Gleichgewicht zwischen den Nährstoffen beeinflusst, wie gut sie verwertet werden. Zu hohe Mengen bestimmter Mineralstoffe können die Aufnahme anderer hemmen.

Frisst dein Hund ein vollständiges und ausgewogenes Fertigfutter, sollte Zink oder andere Spurenelemente in der Regel nicht ohne konkreten Anlass ergänzt werden. Bei selbst gekochter Ernährung hingegen sollte die Spurenstoffversorgung anhand der gesamten Ration berechnet werden.

4. Was ist mit Biotin und anderen Vitaminen?

Biotin ist besonders bekannt als Vitamin, das mit Haut- und Fellgesundheit in Verbindung gebracht wird. Es ist am Stoffwechsel von Fetten, Glukose und Aminosäuren beteiligt.

Ein echter Biotinmangel ist beim Hund selten. Er kann jedoch bei einer ungewöhnlich einseitigen oder unausgewogenen Ernährung auftreten. Große Mengen roher Eiklar können die Bioverfügbarkeit von Biotin verringern, weil Avidin im rohen Eiklar Biotin bindet.

Andere B-Vitamine sowie Nährstoffe, die als Antioxidantien wirken, sind ebenfalls am normalen Stoffwechsel von Haut und Fell beteiligt.

Bei der Wahl von Ergänzungsmitteln kommt es auch hier auf die Gesamternährung an: Was fehlt dem Hund möglicherweise, und welche Nährstoffe liefert das Futter bereits?

5. Starker Haarausfall ist nicht immer ein Problem

Viele Hunde haaren im Frühjahr und Herbst von Natur aus stärker. Rassen mit Unterwolle können beim jahreszeitlichen Fellwechsel besonders große Haarmengen verlieren.

Bei Hunden, die hauptsächlich drinnen leben, kann der Haarwechsel gleichmäßiger über das ganze Jahr verteilt sein, weil Raumtemperatur und künstliches Licht den Einfluss der Jahreszeiten abschwächen.

Beim normalen Fellwechsel sieht die Haut in der Regel gesund aus, und der Hund entwickelt keine klar abgegrenzten kahlen Stellen.

Ist der Haarausfall jedoch übermäßig, örtlich begrenzt oder symmetrisch – oder geht er mit Juckreiz, Rötung, Krusten oder anderen Hautveränderungen einher – kann eine andere Ursache dahinterstecken als der normale Saisonwechsel.

6. Verdauung und Nährstoffverwertung

Selbst eine ausgewogene Ernährung kann nicht optimal wirken, wenn die Verdauung deines Hundes nicht normal funktioniert.

Anhaltende Verdauungsprobleme können die Nährstoffaufnahme und -verwertung beeinträchtigen und sich nach und nach im Allgemeinzustand, der Haut und dem Fell des Hundes zeigen.

Achte auf Anzeichen wie:

  • wiederkehrenden Durchfall oder weichen Kot

  • Blähungen

  • Erbrechen

  • Veränderungen im Fressverhalten

  • Gewichtsverlust

  • wiederkehrende Verdauungsbeschwerden

Halten diese Symptome an, sollte die Ursache gemeinsam mit einem Tierarzt geklärt werden, anstatt immer neue Produkte zur Ernährung hinzuzufügen.

7. Juckreiz und Haarausfall können durch Parasiten verursacht werden

Sowohl äußere als auch innere Parasiten können Haut und Fell eines Hundes beeinträchtigen.

Flöhe, Läuse und verschiedene Milben können starken Juckreiz, Hautreizungen und Haarausfall verursachen. Ein starker Befall mit inneren Parasiten kann den Allgemeinzustand des Hundes ebenfalls verschlechtern.

Kratzt oder leckt sich dein Hund ständig, verliert er an bestimmten Stellen Haare oder entwickeln sich sichtbare Hautveränderungen, sollten Parasiten als mögliche Ursache ausgeschlossen werden.

8. Allergien und Hautprobleme kommen häufig vor

Nicht alle Fellprobleme haben ernährungsbedingte Ursachen.

Hautsymptome beim Hund können zusammenhängen mit:

  • Umweltallergien

  • Futtermittelunverträglichkeiten

  • bakteriellen Infektionen oder Hefepilzinfektionen

  • Schimmelpilzinfektionen

  • äußeren Parasiten

  • übermäßig trockener Haut

  • anhaltender Feuchtigkeit

  • mechanischer Hautreizung

Hautentzündungen können Symptome wie Juckreiz, Rötung, Schuppung, Hautverdickung, ungewöhnlichen Geruch und Haarausfall verursachen.

Starker Juckreiz, aufgekratzte oder nässende Haut, ausgeprägte Rötungen oder rasch zunehmender Haarausfall sind Gründe, einen Tierarzt aufzusuchen.

9. Hormonelle Erkrankungen können das Fell beeinflussen

Manchmal steckt hinter Fellveränderungen eine Erkrankung, die den gesamten Körper betrifft.

Schilddrüsenunterfunktion und andere hormonelle Störungen können das Haarwachstum beeinträchtigen und zu Fellverdünnung oder symmetrischem Haarausfall führen.

Auch eine länger andauernde Erkrankung, Stress oder starke körperliche Belastung können die Fellqualität verschlechtern.

Es empfiehlt sich, einen Tierarzt aufzusuchen, wenn Fellveränderungen bei deinem Hund von folgenden Symptomen begleitet werden:

  • Müdigkeit

  • Gewichtszunahme oder Gewichtsverlust

  • Veränderungen im Fressverhalten

  • vermehrtes Trinken

  • deutlich veränderte Aktivität

  • flächiger oder symmetrischer Haarausfall

10. Auch äußere Einflüsse wirken sich auf das Fell aus

Nicht alles entscheidet sich im Futternapf.

Zu den Faktoren, die Haut und Fell belasten können, gehören:

  • zu häufiges Baden

  • Verwendung eines für Hunde ungeeigneten Shampoos

  • anhaltende Feuchtigkeit

  • unzureichendes Trocknen nach dem Schwimmen oder Baden

  • Verfilzungen

  • zu seltenes Bürsten

  • Geschirre oder Kleidung, die auf der Haut reiben

  • trockene Raumluft

Verwende beim Baden deines Hundes Produkte, die speziell für Hunde entwickelt wurden, und berücksichtige die individuellen Bedürfnisse seines Felltyps.

Wo fängst du am besten an?

Wenn das Fell deines Hundes nicht mehr so gesund aussieht wie früher, schau dir zunächst das große Ganze an.

Eine hilfreiche Checkliste:

  1. Bekommt dein Hund eine geeignete und ernährungsphysiologisch ausgewogene Ernährung?

  2. Erhält dein Hund genug Energie und hochwertiges Protein?

  3. Liefert die Ernährung ausreichend essentielle Fettsäuren?

  4. Sind Zink, Kupfer und andere Mineral- und Spurenstoffe in der richtigen Balance?

  5. Wird eine selbst gekochte oder rohe Ernährung richtig ergänzt?

  6. Funktioniert die Verdauung deines Hundes normal?

  7. Zeigt die Haut Schuppung, Rötung, Krusten oder ungewöhnlichen Geruch?

  8. Kratzt oder leckt sich dein Hund mehr als sonst?

  9. Ist der Haarausfall Teil eines normalen jahreszeitlichen Fellwechsels, oder entstehen deutliche kahle Stellen?

  10. Hat sich das Gewicht, die Aktivität oder der Allgemeinzustand deines Hundes verändert?

In den meisten Fällen bringt es mehr, die gesamte Ernährung und Gesundheit des Hundes zu betrachten, als sich auf ein einzelnes Ergänzungsmittel zu konzentrieren.

Hundefell Gesundheit entsteht von innen heraus – aber Haut und Fell können dir viel darüber verraten, was im Körper deines Hundes gerade vor sich geht.

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