Signs of Respiratory Problems in Horses – How to Recognize Them Early

Anzeichen von Atemproblemen bei Pferden – Früherkennung

Atemprobleme Pferd können schleichend beginnen und sich unbemerkt entwickeln. Je früher du Symptome oder Krankheitszeichen erkennst, desto besser stehen die Chancen deines Pferdes auf Heilung und einen guten Gesundheitszustand. Auf welche Symptome solltest du achten, und wie kannst du die Atmung deines Pferdes zu Hause überwachen?

Die häufigsten frühen Symptome und die drei typischsten Anzeichen für Atemprobleme sind:
- Nasenausfluss
- Husten
- Veränderungen der Atemfrequenz oder verstärkte Atemanstrengung

Nasenausfluss

Nasenausfluss kann klar und wässrig, weiß-gelblich und dickflüssiger oder blutig sein. Wichtig ist auch zu beobachten, ob der Ausfluss aus einem oder beiden Nasenlöchern kommt.

  • Kommt Ausfluss durchgehend nur aus einem Nasenloch, liegt das Problem höchstwahrscheinlich in den oberen Atemwegen, vor dem Rachenbereich.
  • Kommt Ausfluss aus beiden Nasenlöchern, kann das auf eine Erkrankung der oberen oder unteren Atemwege hinweisen.

Infekte der oberen Atemwege können auch die Lymphknoten unter dem Kiefer und entlang des Halses anschwellen lassen.

Husten

Ein Pferd kann kurz und gelegentlich husten oder tief mit deutlicher Bauchanstrengung.

  • Trockener Husten produziert keinen Ausfluss.
  • Produktiver Husten befördert Sekrete (Schleim, Eiter oder Flüssigkeit) aus den Atemwegen. Das zeigt sich als Nasenausfluss nach dem Husten oder wenn das Pferd schluckt.

Saisonale Schwankungen

Herbstliche Feuchtigkeit und fallende Temperaturen können das Atmungssystem deines Pferdes auf verschiedene Weise beeinflussen:

1. Kalte Luft

  • Kalte, kühle Atemluft reizt die Schleimhäute der Atemwege.
  • Das Pferd hustet möglicherweise häufiger, besonders zu Beginn der Arbeit, wenn die Atmung zunimmt.
  • Pferde mit Asthma zeigen bei kalten Bedingungen oft deutlich verschlechterte Symptome.

2. Feuchtigkeit und feuchte Luft

  • Kann Staub- und Schimmelsporen in der Stallumgebung verstärken, wenn Einstreu oder Futter feucht ist.
  • Schimmeliges Heu und schlechte Belüftung verschlechtern Atemsymptome.
  • Feuchtigkeit kann auch die Ausbreitung von Viren begünstigen → mehr Erkältungen und Husten im Herbst.

3. Temperaturschwankungen

  • Schnelle Wechsel zwischen Tag- und Nachttemperaturen können das Immunsystem belasten.
  • Das Pferd entwickelt möglicherweise leichter erkältungsähnliche Symptome.

Hustet ein Pferd wiederholt zu Beginn der Arbeit, kann das auf Asthma hinweisen. Natürlich kann es auch ein Zeichen für Reizungen der oberen Atemwege sein (z.B. staubiges Futter, Einstreu oder schlechte Stallbelüftung) oder Entzündungen in den unteren Atemwegen. Du solltest Husten beobachten, und falls er anhält, einen Tierarzt kontaktieren.

Atemfrequenz überwachen

Die normale Ruheatmung eines Pferdes liegt bei 8–16 Atemzügen pro Minute. Du kannst sie zählen, indem du die Bewegung der Flanken oder des Brustkorbs beobachtest.

Die Atemfrequenz kann auch ohne Krankheit steigen, zum Beispiel durch:

  • heißes Wetter
  • Schmerzen, Stress oder Anstrengung

Beobachte auch die Tiefe und Länge der Atmung:

  • Ist die Ausatmung verlängert und angestrengt → das Problem liegt möglicherweise in den unteren Atemwegen.
  • Ist die Einatmung verlängert und schwierig → es könnte eine Verstopfung in den oberen Atemwegen geben.

Ein Pferd mit Atemwegserkrankung erholt sich oft langsam von Anstrengung. In schweren Fällen kann die Atmung oberflächlich, schnell und häufig sein.

Weitere Symptome

Ein Pferd mit Atemwegserkrankung kann auch haben:

  • erhöhte Herzfrequenz
  • Fieber
  • verminderten Appetit
  • Bewegungsunlust
  • abnorme Atemgeräusche wie Röcheln oder Pfeifen

Zusammenfassung

Wenn du Nasenausfluss, Husten oder Veränderungen der Atemfrequenz oder -anstrengung bemerkst, beobachte die Situation – das können Anzeichen einer Atemwegserkrankung sein.

Achte genau darauf, aus welchem Nasenloch der Ausfluss kommt, welche Art von Husten vorliegt und wie das Pferd in Ruhe und nach Anstrengung atmet. Diese Beobachtungen helfen einem Tierarzt zu bestimmen, ob das Problem in den oberen oder unteren Atemwegen liegt – und frühzeitig die richtige Behandlung zu beginnen.

Tipps zur Unterstützung der Atemwege deines Pferdes

Das Wohlbefinden der Atemwege kann auch mit geeigneten Ergänzungsfuttermitteln und Kräutern unterstützt werden.

  • Kräuter – Kräuter können das Wohlbefinden der Atemwege und die normale Funktion unterstützen. Beispiele sind Thymian, Anis, Süßholzwurzel, Knoblauch und Pfefferminze.
  • Schwarzkümmelöl (Nigella sativa) – traditionell zur Unterstützung der Atmung verwendet.
  • Vitamin C und Antioxidantien-Ergänzungen – unterstützen die Immunität, besonders bei Stress oder Anstrengung.
Zurück zum Blog