Horse Electrolytes – Why Are They Needed?

Elektrolyte für Pferde – Warum sind sie wichtig?

Elektrolyte sind Mineralstoffe, die eine wichtige Rolle im Flüssigkeitshaushalt des Pferdes, in der normalen Muskelfunktion und bei der Erholung nach dem Schwitzen spielen. Zu den wichtigsten Elektrolyten gehören Natrium, Chlorid, Kalium, Magnesium und Kalzium.

Pferde verlieren Elektrolyte vor allem beim Schwitzen. Schweiß ist kein reines Wasser – er enthält eine erhebliche Menge an Salzen. Deshalb reicht es nach starkem Schwitzen nicht immer aus, dem Pferd einfach Wasser anzubieten, zum Beispiel nach dem Training, bei Turnieren, auf Transporten, bei Hitze oder in aufregenden Situationen.

Gehen dem Pferd durch den Schweiß Elektrolyte verloren, müssen diese über die Fütterung wieder aufgefüllt werden. Elektrolyte für das Pferd gehören beim schwitzenden Pferd zur täglichen Versorgung – zusammen mit frischem Wasser und ausreichend Salz.

Wann braucht ein Pferd Elektrolyte?

Der Bedarf an Elektrolyten steigt besonders dann, wenn ein Pferd mehr als gewöhnlich schwitzt. Ein Elektrolytpräparat kann in diesen Situationen sinnvoll in die Fütterung eingebunden werden, zum Beispiel:

bei warmem Wetter
nach Training oder Turnier
während Transporten
bei Lehrgängen, Trainingslagern und Turnierwochenenden
an mehreren aufeinanderfolgenden Trainings- oder Wettkampftagen
wenn das Pferd stark oder lange schwitzt
wenn durch den Schweiß verlorene Mineralstoffe gezielt ersetzt werden sollen

Elektrolyte sollten nicht als reines Sommerprodukt betrachtet werden, auch wenn der Bedarf in den wärmeren Monaten oft höher ist. Ein Pferd kann auch im Winter schwitzen – zum Beispiel unter einer Decke, beim Transport oder bei intensiven Einheiten in der Halle.

Schwitzen erhöht den Elektrolytbedarf

Pferdeschweiß enthält viele Mineralstoffe. Beim Schwitzen verliert das Pferd vor allem Natrium, Chlorid und Kalium. Natrium und Chlorid zusammen bilden das gewöhnliche Speisesalz, das beim Flüssigkeitshaushalt des Pferdes eine zentrale Rolle spielt.

Kalium nehmen Pferde in der Regel ausreichend über das Raufutter auf – doch bei starkem Schwitzen geht auch Kalium mit dem Schweiß verloren. Je mehr ein Pferd schwitzt, desto wichtiger ist eine ausreichende Zufuhr von Wasser und Elektrolyten.

Elektrolyte ersetzen kein Wasser – sie wirken zusammen mit ihm. Pferde sollten immer freien Zugang zu sauberem Trinkwasser haben.

Zucker und Elektrolyte – braucht es Zucker?

Viele Elektrolytprodukte enthalten Zucker oder Glukose, um die Schmackhaftigkeit zu verbessern. Der eigentliche Zweck eines Elektrolytprodukts ist aber nicht die Energieversorgung, sondern das Auffüllen der durch den Schweiß verlorenen Mineralstoffe.

Pferde brauchen keinen Zucker, um Elektrolyte verwerten zu können. Im Gegenteil: Eine große Zuckermenge kann ein Elektrolytgetränk aus ernährungsphysiologischer Sicht ungünstiger machen und die Aufnahme von Flüssigkeit und Mineralstoffen beeinträchtigen. Ein gut zusammengestelltes Elektrolytprodukt kommt daher ohne zugesetzten Zucker aus.

Ein zuckerfreies Elektrolytprodukt ist besonders dann eine gute Wahl, wenn der Zucker- und Stärkegehalt in der Ration bewusst niedrig gehalten werden soll. Das kann zum Beispiel bei leicht futtrigen Pferden, Ponys, Pferden mit empfindlichem Stoffwechsel oder Pferden wichtig sein, bei denen die Ernährung ohnehin auf unnötigen Zucker verzichtet.

Besteht ein Großteil des Produkts aus Zucker, nimmt dieser den Platz der eigentlichen Elektrolyte weg: Natrium, Chlorid, Kalium, Magnesium und Kalzium. Die Qualität eines Elektrolytprodukts sollte daher in erster Linie daran gemessen werden, wie viel es von den durch den Schweiß verlorenen Salzen enthält – nicht daran, wie süß oder energiereich es ist.

Die Wirkung von Elektrolyten beruht auf ihrer Mineralstoffzusammensetzung. Entscheidend ist, dass das Produkt ausreichend Natrium, Chlorid und die übrigen Elektrolyte liefert, die beim Schwitzen des Pferdes eine Rolle spielen.

Elektrolyte in der Praxis auffüllen

Elektrolyte können nach den Fütterungsempfehlungen des Produkts unter das Futter gemischt oder im Wasser aufgelöst gegeben werden. Werden Elektrolyte ins Wasser eingerührt, sollte das Pferd immer auch Zugang zu reinem Wasser ohne Zusätze haben. So kann es trinken, wie es seinem Bedarf entspricht.

Die Menge an Elektrolyten sollte sich danach richten, wie viel das Pferd schwitzt. Nach leichtem Schwitzen ist der Bedarf meist gering; bei starkem Schwitzen, Hitze, langen Transporten oder mehreren aufeinanderfolgenden Belastungstagen kann er deutlich ansteigen.

In der Turnier- und Trainingsaison können Elektrolyte immer dann zur regulären Fütterung gehören, wenn das Pferd schwitzt. In der Regel ist es sinnvoller, nicht zu warten, bis das Pferd sichtbar erschöpft oder ausgetrocknet wirkt, sondern die Elektrolyte gezielt aufzufüllen, wenn die Situation es erfordert.

Basissalz nicht vergessen

Neben Elektrolytpräparaten sollte auch die tägliche Salzversorgung des Pferdes nicht vergessen werden. Viele Pferde lecken an einem Salzleckstein nicht genug, um ihren tatsächlichen Bedarf zu decken, sodass es nötig sein kann,

Zurück zum Blog