Feeding the Horse from Spring to Summer – What Should Be Considered?

Pferdefütterung von Frühjahr bis Sommer – Was ist zu beachten?

Pferdefütterung Frühjahr bis Sommer – Was ist zu beachten?

Nach einem langen Winter, den die Pferde meist im Stall verbracht haben, ist der Zugang zur Weide ein wahres Fest. Wenn sich das Tor zum ersten Mal zu den saftigen grünen Flächen des Frühlings öffnet, scheinen viele Pferde ihre Schritte zu beschwingtigen und ihre Blicke zu erheitern. Sie galoppieren mit gespitzten Ohren, wälzen sich voller Freude im Gras und vergraben ihre Nüstern in dem köstlichen grünen Teppich.

Die Weide bietet nicht nur Nahrung, sondern auch Bewegungsfreiheit, sozialen Kontakt und artgerechtes Verhalten – alles, was ein Pferd zum Wohlbefinden braucht. Die Frische und Süße des grünen Grases macht es sehr verlockend, aber gerade dieser Reichtum macht eine schrittweise Umstellung auf den Weidegang so wichtig. Ein plötzlicher Futterwechsel kann ein empfindliches Verdauungssystem überlasten. Eine behutsame Anpassung an Futterveränderungen unterstützt die Darmgesundheit, hilft Verdauungsstörungen vorzubeugen und fördert das allgemeine Wohlbefinden.

Die Umstellung auf die Weide erfordert schrittweise Gewöhnung

Die Frühjahrsweide enthält viel leicht verdauliche Energie, besonders Zucker und Fruktane, ist aber relativ arm an Rohfaser. Eine schnelle Einführung des Weidegangs kann die Darmflora durcheinanderbringen, die Gasproduktion steigern und das Risiko für Hufrehe erhöhen. Der Weidegang sollte daher mit kurzen Einheiten von 15–20 Minuten beginnen und schrittweise gesteigert werden.

Die Bedeutung rohfaserreicher Fütterung wird betont

Obwohl die Weide alles zu bieten scheint, was sich ein Pferd wünschen könnte – grün, frisch und reichlich –, hat sie eine Schwäche: Sie ist nicht immer strukturiert genug. Besonders das frühe Frühlingsgras ist so weich und zuckerreich, dass der Darm des Pferdes immer noch nach bekanntem, langsam verdaulichem Raufutter verlangt. Rohfaser ist wichtig für die Funktion der Mikroben und die pH-Stabilität im Dickdarm. Das Anbieten von Heu oder Heulage auch während der Weidesaison unterstützt die Verdauung und kann helfen, fütterungsbedingte Probleme zu vermeiden.

Wasser und Elektrolyte

Warmes Wetter und erhöhte Aktivität können das Schwitzen und damit den Bedarf an Flüssigkeit und Elektrolyten steigern. Durch das Schwitzen verlieren Pferde vor allem Natrium, Kalium und Chlorid – Elektrolyte, die für die Darm- und Nervensystemfunktion wichtig sind. Mangelerscheinungen können zu Müdigkeit, Muskelsteifheit und Leistungsproblemen führen, wenn die Verluste nicht ausgeglichen werden.

Frisches Wasser ist immer das beste Getränk für ein Pferd – aber manchmal braucht es eine Prise Salz dazu, und nach anstrengender Arbeit können Elektrolyte nötig sein, um verlorene Salze zu ersetzen. Ein Salzleckstein sollte immer verfügbar sein.

Der Bedarf an Kraftfutter nimmt oft ab

Der Energiegehalt der Frühjahrsweide ist für das Auge nicht immer offensichtlich – aber der Körper des Pferdes spürt ihn. Grünes Gras ist reich an wasserlöslichen Zuckern, von denen einige schnell im Darm in Energie umgewandelt werden, während andere, wie Fruktane, die Mikroflora überlasten können. Im Frühjahr kann Weidegras bis zu 150–250 g/kg Trockenmasse an Zuckern enthalten und ist damit eine bedeutende Energiequelle. Aus diesem Grund sollte der Kraftfutterbedarf vieler Pferde während der Weidesaison reduziert – oder sogar ganz weggelassen werden. Oft ist zu beobachten, dass die gleiche Kraftfuttermenge, die im April passte, bis Juni zu viel ist. Zum Beispiel können 5 kg frische Weide 4–5 MJ mehr Energie enthalten als die gleiche Menge trockenes Heu (NRC, 2007).

Oft ist die Lösung einfach: Kraftfutter reduzieren oder komplett weglassen.

Gewicht überwachen und Fütterung anpassen

Mit fortschreitendem Sommer verändert sich die Zusammensetzung des Grases: Der Zuckergehalt sinkt und der Rohfasergehalt steigt. Die Fütterung sollte daher regelmäßig anhand von Körpergewicht, Kotqualität und Aktivitätsniveau neu bewertet werden. Das Auge gewöhnt sich leicht, und Veränderungen der Körperkondition können schwer zu bemerken sein. Ein griffbereites und einfach zu verwendendes Gewichtsmaßband kann ein hilfreiches Werkzeug sein.

Zusammenfassung

Der Übergang vom Frühjahr zum Sommer bedeutet nicht nur das Öffnen des Weidetors. Es ist eine physiologische Übergangszeit für das Pferd, die eine sorgfältige Anpassung der Fütterung erfordert – besonders bezüglich Rohfaser, Energie und Elektrolyten. Die Berücksichtigung dieser Faktoren hilft dabei, das Risiko von Hufrehe, Verdauungsstörungen und Leistungsabfall zu verringern.

Quellen:

  • Hintz, H. F., & Cymbaluk, N. F. (1994). Nutrition of the horse. Annual Review of Nutrition, 14(1), 243–267. https://doi.org/10.1146/annurev.nu.14.070194.001331
  • Jansson, A., & Lindberg, J. E. (2012). A review of the impact of nutrition on the health and welfare of horses. Livestock Science, 144(1), 92–102. https://doi.org/10.1016/j.livsci.2011.11.008
  • Longland, A. C., Barfoot, C., & Harris, P. A. (2009). Effects of period, water-soluble carbohydrate content, and amount of dry matter intake on the glycemic and insulinemic responses to pasture in ponies. The Veterinary Journal, 180(3), 329–337. https://doi.org/10.1016/j.tvjl.2008.03.010
  • McCutcheon, L. J., & Geor, R. J. (2008). Thermoregulation and exercise-associated heat stress in horses. In K. W. Hinchcliff, A. J. Kaneps, & R. J. Ge
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