Die Weidesaison bringt erhöhte Gesundheitsrisiken mit sich
Endlich ist sie da – die lang ersehnte Weidesaison! Bei aller Freude über die Freiheit und das saftige grüne Gras solltest du dennoch einige wichtige Punkte beachten. Der Wechsel von der Stallfütterung auf frisches Weidegras erhöht das Risiko für Hufrehe und Insulinresistenz sowie für Koliken, wenn dein Pferd vom Winterfutter auf die grüne Weide umgestellt wird.
Beim Übergang von Heu zur Weide liegt die Gefahr in der Futterumstellung für ein Pferd, das an trockenes Heu gewöhnt ist, auf frisches Gras, das deutlich mehr Zucker und Stärke enthält als trockenes Heu. Die Futteraufnahme auf der Weide steigt oft erheblich im Vergleich zur Stallsaison. Zucker und Stärke können nachweislich sowohl Koliken als auch Hufrehe auslösen. In frischem Gras kommen Zucker und Stärke in Form von Glukose, Fruktose, Fruktan und Saccharose vor. Der Zuckergehalt von frischem Weidegras schwankt je nach Grasart, aber auch abhängig vom Wachstumsstadium und sogar der Tageszeit.
Vorsicht beim Weidegang Pferd ist das A und O
Lass dein Pferd niemals ohne sorgfältige, schrittweise Gewöhnung an frisches Gras für längere Zeit auf die Weide. Pferde müssen immer langsam an das Grasen gewöhnt werden, wobei die Grasmenge stetig gesteigert wird. Im Frühling ist der Zucker- und Stärkegehalt am höchsten, daher ist besondere Vorsicht bei Pferden geboten, die empfindlich auf Veränderungen der Kohlenhydrataufnahme reagieren – ihre Weidezeit sollte in den ersten Wochen sorgfältig begrenzt werden. Auch bei allen anderen Pferden ist Vorsicht nötig, denn die Umstellung ist für das Verdauungssystem des Pferdes erheblich. Viele Besitzer unterschätzen, wie viel Weidegras ein Pferd in wenigen Stunden fressen kann. Studien zeigen, dass bestimmte Ponyrassen innerhalb von drei Stunden etwa 40% ihres gesamten Tagesbedarfs an Futter aufnehmen können.
Als Faustregel gilt: Mit fortschreitender Reife des Weideграses nimmt der Kohlenhydratgehalt meist ab, während der Fasergehalt steigt – das Gras wird also stängeliger. Hochsommerliches Weidegras ist für Pferde sicherer als das junge Gras des Frühjahrs und Frühsommers. Dennoch ist weiterhin Vorsicht geboten, da viele Umweltfaktoren den Zuckergehalt im Gras beeinflussen. Grasuntersuchungen haben ergeben, dass der Zuckergehalt abends am niedrigsten und gegen Mittag am höchsten ist. Für hufrehegefährdete Pferde sind Abend- und Nachtstunden daher die sichersten Zeiten zum Grasen. Viele Pferdebesitzer bemerken, dass die sogenannte "Weideblähung" in den ersten Wochen am stärksten ist und bei vielen Pferden im Laufe der Saison nachlässt.
Die Risiken variieren von Pferd zu Pferd
Hat ein Pferd bereits Hufrehe gehabt oder wurde Insulinresistenz oder ein metabolisches Syndrom diagnostiziert, ist das Hufrehrisiko während der Weidesaison hoch. Solche Pferde sollten ganz auf Weidegang verzichten und ganzjährig mit Raufutter gefüttert werden, dessen Zuckergehalt getestet wurde.
Die Körperkondition solltest du bei allen Weidepferden den ganzen Sommer über im Auge behalten. Ein Pferd sollte auch auf der Weide nicht übermäßig an Gewicht zunehmen. Regelmäßige Bewertung der Körperkondition ist empfehlenswert. Regelmäßige Bewegung während der Weidesaison hilft, die Gesundheit und das Wohlbefinden deines Pferdes zu erhalten und reduziert Gesundheitsrisiken. Das Verhindern von Rundlichkeit kann während der Weidesaison schwierig sein, aber spätestens im Herbst sollten die "Sommerkilos" wieder verschwinden, um Gesundheitsprobleme zu vermeiden.
Stoffwechsel bei Futterumstellungen unterstützen
Die Umstellung der Pferdefütterung von getrocknetem Heu auf frisches Gras ist eine große Veränderung für das empfindliche Verdauungssystem des Pferdes. Neben der schrittweisen Gewöhnung an grünes Gras kannst du die Umstellung mit Ergänzungsfutter unterstützen, das den Stoffwechsel und die Verdauung deines Pferdes fördert. Bestimmte Kräuter und Nahrungsergänzungen können beispielsweise den normalen Stoffwechsel des Körpers, die Insulinsensitivität und den Abbau von Zuckern unterstützen und dadurch die Gesundheitsrisiken zu Beginn der Weidesaison verringern. B-Vitamine (Bierhefe), Mineralien und Antioxidantien helfen dabei, die Insulinsensitivität des Körpers aufrechtzuerhalten und reduzieren unter anderem das Risiko von Krankheiten, die mit einer stärke- und zuckerreichen Ernährung verbunden sind. CdGs neues Produkt Anti-Lami wurde entwickelt, um den Stoffwechsel des Pferdes bei Futterumstellungen und während der Gewöhnung an den Weidegang zu unterstützen.
Quelle: Hevostietokeskus

