Brennnessel Studie
Am Berufskolleg Kainuu werden Hunde für verschiedene Arbeitsrollen ausgebildet – beispielsweise für die Polizei, den Zoll und Blindenhundeschulen.
Das Kolleg entschied sich für eine Studie über den Einsatz von Brennnessel in der Hundefütterung. Der Körper der Hunde reagierte schnell auf die Zugabe von Brennnessel und größtenteils sehr positiv.
Bei fünf Projekthunden wurde die Brennnessel Fütterung als Unterstützung neben der restlichen Ernährung begonnen. Die Hunde reagierten schnell auf die Brennnessel – sowohl äußerlich als auch innerlich: Bei allen Hunden verringerte sich die Kotmenge, bereits am Ende der ersten Woche änderten sich Konsistenz und Farbe. Innerhalb weniger Wochen begann das Fell von vier Hunden merklich besser zu glänzen und wurde kräftiger. Der Haarausfall der Hunde ging ebenfalls zurück. Zwei Hunde hatten zuvor tränende Augen. Wenige Wochen nach Beginn der Brennnessel Fütterung verringerte sich der Augenausfluss bei diesen Hunden deutlich. Für einen Hund im Test war Brennnessel nicht geeignet, da er starke Juckreiz-Symptome entwickelte. Daraufhin wurde die Brennnessel für diesen Hund abgesetzt.
Später wurden zwei neue Hunde zur Testgruppe hinzugefügt. Beide Hunde neigten zu Augensekret und hatten ein stumpfes Fell. Innerhalb weniger Wochen nach Beginn der Brennnessel Fütterung verschwanden diese Probleme vollständig: Das Fell wurde glänzend und der Augenausfluss hörte auf. Gleichzeitig verbesserte sich auch die Futterverwertung. Im weiteren Verlauf der Studie wurden drei weitere neue Hunde in die Gruppe aufgenommen. Zwei davon hatten Verdauungsprobleme gehabt: Einer hatte unter Magenblähung gelitten, der andere unter anhaltendem weichem Kot. Bei beiden Hunden verbesserte sich die Verdauung, nachdem die Brennnessel Fütterung begonnen wurde.
Die früheren Beschwerden der teilnehmenden Hunde waren entweder anatomisch oder physiologisch bedingt gewesen. Deswegen hatten die Hunde nur bestimmtes Futter fressen dürfen oder mussten anderweitig mit mehr Einschränkungen leben oder auf Medikamentenkuren angewiesen sein. Nach der Brennnessel Fütterung verschwanden diese Symptome fast vollständig oder verringerten sich erheblich. Die Mehrheit der Hunde reagierte also sehr positiv auf die Brennnessel Fütterung.
So berechnest du die Kräuterdosierung für Haustiere:
Die hier angegebenen Mengen sind Richtwerte. Du musst die Dosierung je nach Kraut, Größe des Tieres und individueller Empfindlichkeit anpassen. Kräuter können entweder pur oder als aufgebrühter Kräutertee zur Fütterung hinzugefügt werden. Die Menge der Kräuter für die Teezubereitung hängt vom Kraut und dem Pflanzenteil ab. Als Faustregel kannst du 1–2 TL Kraut pro 2,5 dl heißes Wasser verwenden. Die Ziehzeit hat einen großen Einfluss darauf, wie stark der Kräutertee wird. Generell sind Blüten und Blätter stärker als die Stängel der Pflanze und benötigen daher oft eine kürzere Ziehzeit als ein "ganzes Kraut". Baumrinden und verschiedene Kräuterwurzeln sind hart, deshalb sollten sie lange ziehen oder gekocht werden, wenn du sie Hunden gibst oder selbst verwendest. Anleitung unten.
Hunde:
- Die Kräutermenge wird nach Gewicht angepasst. Für einen 80 kg schweren Hund beträgt die Dosierung beispielsweise 1–2 TL Kraut / 2,5 dl Wasser. Für einen 40 kg Hund gibst du die halbe Dosis, für einen 20 kg Hund 1/4 der Dosis und für einen 10 kg Hund 1/8 der Dosis. Der Darm von Hunden verdaut Kräuter nicht, deshalb solltest du einen Aufguss oder Sud daraus machen oder sie in Öl ausziehen.
Pferde:
- Eine 8–16 mal größere Dosis je nach Kraut und Gewicht des Tieres. Bei Pferden können Kräuter ohne Aufbrühen gegeben werden, aber wenn schnelle Unterstützung benötigt wird, hilft das Aufbrühen bei der Aufnahme der Wirkstoffe. Der Sud kann dem Pferd mit den Kräutern gegeben werden, ohne zu sieben.
