Obwohl der Hund ein Fleischfresser ist, braucht er mehr Nährstoffe als nur Fleisch allein. Wie Menschen und andere Tiere benötigt ein Hund Vitamine, gute Fettsäuren und Spurenelemente, um gesund und energiegeladen zu bleiben.
Hunde, die roh gefüttert werden, brauchen besonders Unterstützung für die Verdauung und um die Nährstoffe zu erhalten, die der Körper benötigt.
Wenn du zum Beispiel Kräuter, Beeren, Samen oder Wurzelgemüse zum Futter deines Hundes hinzufügst, kannst du die Ernährung abwechslungsreicher gestalten. Gleichzeitig unterstützt du etwa die Magenfunktion auf völlig natürliche Weise – ganz ohne Zusatzstoffe.
Wenn Hunde älter werden, entwickeln auch sie Beschwerden und Leiden, die sich durch die richtige Ernährung lindern lassen. Ebenso brauchen aktive Hunde oft Pflege für ihre Gelenke und das Bindegewebe. Zuchttiere haben wiederum ihre eigenen Bedürfnisse.
Wurzelgemüse, Beeren und Samen sind besonders einfache und sichere Wege, die Ernährung deines Hundes zu ergänzen.
Kräuter in der Hundefütterung sollen die Ernährung bereichern und die natürlichen Körperfunktionen unterstützen und aktivieren. Kräuter ersetzen keine Medikamente.
Die nötige Menge hängt sowohl von der Größe des Hundes als auch von seiner Empfindlichkeit gegenüber Kräuterwirkungen ab. Auch welcher Pflanzenteil verwendet wird, beeinflusst die Dosierung.
Deshalb solltest du neue Kräuter und Pflanzen immer mit einer kleinen Dosis beginnen und die Menge schrittweise steigern. Die angegebenen Mengen sind Durchschnittswerte – die richtige Dosierung findest du durch vorsichtiges Testen und Beobachtung deines Hundes.
Bei der Kräuterfütterung solltest du bedenken, dass das Verdauungssystem des Hundes kurz und schnell ist. Daher verdaut der Hund Kräuter schneller als Pflanzenfresser. Damit Samen optimal verdaut werden, sind gemahlene Varianten für Hunde eine gute Wahl. Kräuter kannst du ins Futter mischen oder als aufgebrühten und abgesiebten Tee unter das andere Futter geben.
Eine typische Dosierung für Menschen beträgt etwa 1–2 Teelöffel auf 2,5 dl heißes Wasser. Für Hunde kannst du die Dosierung so schätzen: Bei einem etwa 75 kg schweren Hund entspricht sie der menschlichen Dosis. Für einen 40 kg Hund ist es die Hälfte, für einen 20 kg Hund ein Viertel und für einen 10 kg Hund ein Achtel der durchschnittlichen menschlichen Dosis.
So bereitest du einen Kräutertee für den Hund zu:
Gieße 2,5 dl kochendes Wasser über die Kräuter (1–2 TL) und lass sie etwa 15 Minuten unter einem Deckel ziehen.
Gehackte Beeren und Samen kannst du so ins Futter geben. Getrocknete Beeren und getrocknete Wurzelgemüsestücke und -chips können in Wasser eingeweicht werden, damit sie weicher werden. Samen sollten generell zerkleinert werden, damit ihre Nährstoffe während der kurzen Verdauung des Hundes Zeit haben, aufgenommen zu werden.
Bitte denk daran, dass Kräuter generell nicht für trächtige Tiere empfohlen werden. Auch bei jungen Tieren solltest du prüfen, ob die Produkte geeignet sind!
