Vitamin E für Hunde ist ein wichtiger Bestandteil der täglichen Ernährung, besonders für aktive Hunde mit viel Bewegung und für Zuchthunde. Entscheidend ist dabei, welche Form von Vitamin E dein Hund bekommt.
Vitamin E ist ein Sammelbegriff für verschiedene Tocopherol- und Tocotrienol-Verbindungen, die in Alpha-, Beta-, Gamma- und Delta-Formen vorkommen. Diese Formen unterscheiden sich in Aufnahme, Struktur und Stoffwechsel. Die wichtigsten Unterschiede zwischen Produkten zeigen sich darin, ob das Vitamin E natürlich oder synthetisch ist und in welcher Form es vorliegt. Natürliches Vitamin E ist RRR-Alpha-Tocopherol und d-Alpha-Tocopherol, synthetisches ist dl-Alpha-Tocopherol. Die natürliche Form ist biologisch am aktivsten und fügt sich in die Zellmembran ein, um Schäden zu verlangsamen. Synthetisches Vitamin E wirkt im Körper weniger effektiv als natürliches. Studien belegen, dass die Bioverfügbarkeit von natürlichem Vitamin E überlegen ist – mindestens 1,5-mal höher als die der synthetischen Form. Natürliches Vitamin E kann der Hundekörper zuverlässig verwerten.
Die Form von Vitamin E
Ein weiterer wichtiger Faktor neben dem Unterschied zwischen natürlich und synthetisch ist die Form, in der Vitamin E im Produkt erscheint. Vitamin E kann schwer stabil zu halten sein, deshalb wird es oft in die sogenannte Acetat-Form umgewandelt, um die Haltbarkeit zu verbessern. Die Acetat-Form muss im Darm erst in eine verwertbare Form umgewandelt werden, bevor sie aus dem Darm aufgenommen werden kann. Zuerst muss der Ester von der Acetat-Form entfernt werden, danach muss der Körper die Acetat-Form mit Hilfe von Gallensalzen wasserlöslich machen. Deshalb muss synthetisches oder Acetat-Form Vitamin E in größeren Mengen gegeben werden als natürliches, nicht-Acetat Vitamin E.¹ Natürliches Vitamin E wird von einem spezialisierten Transportprotein sowie von Chylomikronen transportiert. Dieses Transportprotein trägt auch synthetisches Vitamin E, aber nicht so effizient wie natürliches Vitamin E.³ Vitamin E wird auch auf roten Blutkörperchen-Membranen transportiert.⁴ Deshalb lohnt es sich zu beachten, welche Art von Vitamin E du kaufst – natürliches Vitamin E, das nicht in Acetat-Form vorliegt, wird am effizientesten aufgenommen.
Vitamin E hat viele wichtige Funktionen
Vitamin E wirkt als Antioxidans im Körper. In dieser Rolle unterstützt es das Wohlbefinden der Zellmembranen und schützt den Hundekörper, intrazelluläre Verbindungen und Enzyme vor den schädlichen Auswirkungen von Sauerstoff. Vitamin E verbessert auch die Aufnahme und Speicherung von Vitamin A im Körper und trägt zur DNA-Synthese, Immunsystemfunktion und Hormonproduktion bei.⁵ Durch die Beteiligung an der DNA-Synthese spielt Vitamin E auch eine wichtige Rolle bei der Fortpflanzung des Hundes.⁶ Vitamin E beeinflusst den Zustand des Muskelgewebes und die Energieproduktion und erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen Hundeinfluenza und Tetanus. Ein Vitamin E Mangel kann einen Hund für Muskelschäden anfällig machen und zu verringerter Leistung führen.⁷ Eine übermäßige Aufnahme von Vitamin E ist nicht gefährlich, und laut Forschung ist es das sicherste der fettlöslichen Vitamine. Vitamin E hat sich selbst in großen Dosen als sicher erwiesen, aber bei übermäßig hohen Dosen kann es die Funktion anderer fettlöslicher Vitamine beeinträchtigen.
Vitamin E wird aus der Nahrung hauptsächlich aus pflanzlichen Quellen gewonnen, wie bestimmten Ölen, Nüssen, Getreide und Früchten. Viele Hundefutter haben Vitamin E zugesetzt. Öle, die der Ernährung zugefügt werden, sind wichtig zu bedenken, wenn man den Vitamin E Bedarf eines Hundes beurteilt, weil eine höhere Ölaufnahme den Vitamin E Bedarf des Hundes erhöht.
Forschungsquellen:
1 Turunen 2016
3 Waldridge 2017, 101
4 Aro et al. 2007, 151
5 Briggs 2007, 69)
6 Cuddeford 2003, 51
7 Saastamoinen et al. 2007, 19
8 Saastamoinen et al., 2007, 19
9 NRC 2007, 114
10 Autio 2015
