Gastric Ulcers Are a Painful Condition in Horses

Magengeschwüre sind eine schmerzhafte Erkrankung bei Pferden

Magengeschwüre beim Pferd sind ein häufiges und schmerzhaftes Problem

Magengeschwüre beim Pferd kommen leider sehr häufig vor. Studien zufolge leiden bis zu 70–90% aller Sportpferde unter Magengeschwüren, doch auch bei Fohlen und Freizeitpferden tritt diese Erkrankung regelmäßig auf. Früher galten Magengeschwüre als relativ unbekannte Krankheit – tatsächlich spiegelt ihre zunehmende Häufigkeit vor allem die Verbesserung der Diagnosemöglichkeiten durch den Fortschritt in der Tiermedizin wider.

Der Wandel vom wild lebenden Weidetier, das kontinuierlich frisst, zum domestizierten Pferd mit zeitlich begrenzter Fütterung brachte Probleme mit sich. Magengeschwüre lassen sich oft anhand bestimmter klinischer Anzeichen vermuten, doch eine sichere Diagnose kann nur durch eine tierärztliche Magenspiegelung gestellt werden. Typische Symptome für Magengeschwüre sind schlechter Appetit, Zähneknirschen, Reizbarkeit, weicher Kot und nachlassende Leistung.

In der Natur würde ein Pferd fast ununterbrochen fressen

Wild lebende Pferde grasen und nehmen Futter nahezu pausenlos auf. Der Pferdemagen produziert kontinuierlich Salzsäure, was bedeutet, dass der pH-Wert im Magen schnell abfällt, wenn das Pferd ohne Futter ist. Die natürliche Säure des Magens schwankt je nach Messort zwischen pH 1,5 und 7, da verschiedene Magenbereiche unterschiedliche Säuregrade aufweisen. Futter im Magen schützt die Magenschleimhaut vor der Säureeinwirkung (auch während der Bewegung). Wenn ein Pferd längere Zeit mit leerem Magen verbringt, können Säuren ungehindert wirken, ohne diese schützende Pufferung.

Für Pferde, die unter Magengeschwüren leiden oder dafür anfällig sind, ist es daher ratsam, vor der Arbeit Heu zu geben, um das Säurespritzen im leeren Magen zu reduzieren. Magengeschwüre entstehen durch ein Ungleichgewicht zwischen Faktoren, die die Magenschleimhaut schützen und solchen, die sie schädigen.

Stress gilt oft als Hauptursache für Magengeschwüre. Obwohl Stress nicht eindeutig als direkte Ursache bewiesen ist, fressen und trinken gestresste Pferde oft schlecht, was ihre Anfälligkeit für Geschwüre erhöht. Reduzierte Futteraufnahme verringert auch die Speichelproduktion, und Speichel spielt eine wichtige Rolle bei der Pufferung der Magensäure. Ein hoher Kraftfutteranteil im Verhältnis zum Raufutter schwächt die Pufferwirkung von Heu und kann bestehende Geschwüre verschlimmern. Bei Fohlen können auch angeborene Faktoren eine Rolle spielen.

Der Schweregrad von Magengeschwüren wird anhand der Anzahl, Tiefe und Ausdehnung der Geschwürbereiche klassifiziert, und die Behandlung richtet sich immer nach dem Ausmaß der Erkrankung.

Tierärzte verschreiben am häufigsten Medikamente wie GastroGard und Ranitidin (Säurehemmer). Sucralfat kann ebenfalls verwendet werden, um eine schützende Schicht über den Geschwürbereichen zu bilden. Bockshornklee kann in manchen Fällen ebenfalls hilfreich sein. Manche Pferde erholen sich nach einer einzigen Behandlung, bei anderen kehrt die Erkrankung je nach Umständen zurück. Einige Pferde benötigen Medikamente nur vorübergehend, andere lebenslang, und leider erholen sich nicht alle Pferde so weit, dass sie als Reitpferde genutzt werden können.

Deshalb ist es wichtig, Stressfaktoren zu minimieren und Bedingungen zu schaffen, unter denen das einzelne Pferd am besten funktioniert. Eine der wirksamsten Methoden, um das Auftreten oder Wiederauftreten von Magengeschwüren zu verhindern, ist die freie Heufütterung. Pferde sollten mindestens alle 5–6 Stunden Heu erhalten, um übermäßig lange Fastenphasen zu vermeiden. Die meisten Pferde fühlen sich auf der Weide wohler, doch ganzjährige Beweidung ist im finnischen Klima nicht möglich.

Raufutter sollte idealerweise etwa 30 Minuten vor dem Kraftfutter angeboten werden, und Kraftfutter sollte auf mehrere kleine Mahlzeiten verteilt werden. Die Fressdauer für Heu kann durch engmaschige Heunetze verlängert werden. Bei akuten Magengeschwüren wird Kraftfutter oft vollständig aus der Ration entfernt, wobei Zucker und schnell gärende Kohlenhydrate zuerst gestrichen werden. Der zusätzliche Energiebedarf wird dann durch öl-, protein- und faserbasierte Futter gedeckt. Gute Optionen sind Chia, Hanf, Luzerne und Leinsamen. Pferde mit Magengeschwüren sollten starke Elektrolytgaben direkt nach der Arbeit vermeiden, und Futter, das die Magenschleimhaut schützt oder die Schleimproduktion fördert, kann zur Ration hinzugefügt werden.

Wenn das Fütterungsmanagement konsequent befolgt wird, zeigen sich oft schon nach wenigen Wochen erste Ergebnisse. Veränderungen sind meist zuerst in Zusammensetzung, Farbe und Geruch von Kot und Urin zu beobachten. Sobald die Magengeschwüre unter Kontrolle sind, ist es wichtig, sowohl die Haltungsbedingungen des Pferdes als auch seinen langfristigen Fütterungsplan sorgfältig zu überprüfen, um zukünftige Probleme zu vermeiden.

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