Herbs in horse feeding

Kräuter in der Pferdefütterung

Kräuter sind Teil der natürlichen Ernährung des Pferdes

Die natürliche Ernährung des Pferdes basiert auf Pflanzen aus der Natur: Kräuter, Samen, Beeren, Bäume und Sträucher, Flechten, Algen und vieles mehr. Unsere Pferde können nicht mehr frei umherziehen und nach ihren eigenen Bedürfnissen und Instinkten eine große Vielfalt an Pflanzen und Kräutern probieren. Ein frei lebendes Pferd kann Hunderte verschiedener Pflanzenarten fressen und dabei eine riesige Bandbreite unterschiedlicher Nährstoffe aufnehmen.

Heute basiert die Kräuter Pferdefütterung größtenteils auf kultiviertem Heu und einer begrenzten Auswahl an Kraftfutter, was fast immer eine Ergänzung mit Vitaminen und Spurenelementen erfordert, um den wichtigen Bedarf zu decken. Moderne Pferderationen sind daher viel schmaler und eintöniger als die ihrer wilden Vorfahren. Getrocknetes Heu hat ganz andere Nährwerte als frische Pflanzen, die direkt vom Boden gepflückt werden. Moderne Weiden bestehen auch hauptsächlich aus reinen Grasnarben. Wenn eine Weide botanisch vielfältig ist, wählen Pferde verschiedene Pflanzen aus verschiedenen Bereichen aus. Klee und Gräser sind Favoriten, aber der Geschmack ist nicht der einzige Faktor. Grobstängelige Pflanzen wie Schafgarbe, Mädesüß und Sträucher erhöhen das Kauen und die Speichelproduktion. Löwenzahn und Brennnesseln liefern reichlich Vitamine und Mineralien, während Baumrinde Phenole, Tannine und Terpene enthält.

Kräuter bringen Abwechslung in die Ernährung

In der modernen Fütterung werden Mineralien, Vitamine und Proteine sorgfältig berechnet, aber Antioxidantien und andere Phytochemikalien – wichtig für die Immunität, Zellerneuerung, den Stoffwechsel und das allgemeine Wohlbefinden – werden oft übersehen. Diese Verbindungen fehlen weitgehend in kultiviertem Heu, da es keine Wildpflanzen („Unkraut") mehr enthält, die viele wichtige bioaktive Verbindungen liefern würden.

Obwohl echte Naturweiden selten verfügbar sind, kann ihre Vielfalt teilweise ersetzt werden, indem Kräuter, Beeren und Pflanzen mit verschiedenen Teilen zur Ernährung hinzugefügt werden. Kräuter und Pflanzen bringen Abwechslung in eine ansonsten eintönige Ernährung, erhöhen die Speichelproduktion und unterstützen die Verdauung.

Traditionell wurden Kräuter verwendet, um das Wohlbefinden zu erhalten, Krankheiten zu behandeln, Parasiten zu kontrollieren und Wunden und Hautkrankheiten zu pflegen.

Kräuter bei Problemen, zur Linderung und Vorbeugung

Kräuter können bei vielen Beschwerden helfen und im besten Fall sogar vorbeugen. Viele magengeschwürgeplagte Pferde verwenden täglich Kräutermischungen als Magenschutz und bleiben deswegen gesund. Kräuter können hitzebedingte Beschwerden bei Stuten lindern, gestresste Pferde beruhigen, Hautprobleme behandeln, die Milchproduktion bei Stuten steigern, die Atemfunktion unterstützen und Pferden mit Gelenkschmerzen und Steifheit helfen – um nur einige Beispiele zu nennen.

Denke daran, dass Kräuter dazu gedacht sind, die Ernährung zu diversifizieren und die natürlichen Funktionen des Körpers zu unterstützen und zu aktivieren. Sie sollen keine Medikamente ersetzen.

Vorsichtig beginnen

Wenn du Kräuter einführst, beginne mit kleinen Mengen. Pferde, die nicht an Kräuter gewöhnt sind, mögen ihren Geschmack anfangs nicht. Wenn dein Pferd wählerisch ist, beginne mit einer kleinen Prise und erhöhe die Menge allmählich, während sich das Pferd anpasst. Die Akzeptanz von Kräutern ist sehr individuell: Ein Pferd kann alles auf einmal akzeptieren, während ein anderes sogar eine kleine Menge ablehnt.

Kräuter und Pflanzen sind ein natürlicher Weg, den Ernährungsstatus zu verbessern und belasten den Körper weniger als Industrieprodukte. Nährstoffe aus Kräutern und Naturprodukten werden effizienter aufgenommen als synthetische. Vitamine, Spurenelemente und Mineralien aus natürlichen Quellen bergen kein Risiko einer Überdosierung oder Toxizität. Daher ist eine angemessene Fütterung sicher, und die benötigten Mengen an Industrieprodukten können reduziert werden.

Überprüfe immer mögliche Doping-Karenzzeiten für Kräuter bei Wettkämpfen. Bei trächtigen Stuten ist besondere Vorsicht geboten, und eine tierärztliche Beratung wird empfohlen, bevor du trächtigen Tieren Heilkräuter gibst.

Kräuterdosierungen für Pferde

Die benötigte Menge hängt von der Größe des Pferdes und der Empfindlichkeit gegenüber Kräuterwirkungen sowie dem verwendeten Pflanzenteil ab. Führe neue Kräuter immer schrittweise ein und erhöhe die Dosen langsam. Richtwerte sind Durchschnittswerte, und die optimale Dosis findest du durch vorsichtiges Ausprobieren und Beobachten.

Bei der Kräuterfütterung denke daran, dass die Verdauung des Pferdes langsam ist. Das Futter bleibt etwa drei Tage im Verdauungstrakt, und Wirkstoffe sammeln sich über denselben Zeitraum an.

Eine typische menschliche Dosierung sind etwa 1–2 Teelöffel pro 2,5 dl heißem Wasser. Für Pferde ist die angemessene Menge oft 6–16 Mal höher, je nach Körpergewicht.

Kräuter können pur gegeben oder unter das Futter gemischt werden. Mischungen mit verschiedenen Kräutern und Pflanzenteilen verdauen unterschiedlich schnell. Blüten, Blätter, Stängel und Wurzeln werden in unterschiedlichen Geschwindigkeiten und in verschiedenen Teilen des Verdauungstrakts aufgenommen, was der natürlichen Physiologie des Pferdes entspricht. In der Natur würde ein frei weidendes Pferd den ganzen Tag über viele verschiedene Pflanzen und Pflanzenteile fressen.

Grundsätzlich wird das Aufbrühen von Kräutern mit heißem Wasser nur für Kräuter empf

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