Equine Gastric Ulcers – What Every Owner Should Know

Magengeschwüre beim Pferd – Was jeder Besitzer wissen sollte

Magengeschwüre bei Pferden kommen häufiger vor als viele denken. Studien zeigen, dass bis zu die Hälfte aller Freizeitpferde und ein großer Teil der aktiv im Sport eingesetzten Pferde irgendwann in ihrem Leben unter Schäden an der Magenschleimhaut leiden können. Oft zeigt sich das Problem jedoch nicht in dramatischen Symptomen, sondern eher in kleinen Veränderungen im Verhalten, beim Fressen oder in der Leistung.

Der Pferdemagen funktioniert anders als bei vielen anderen Tieren. Magensäure wird kontinuierlich produziert – rund um die Uhr, egal ob das Pferd gerade frisst oder nicht. In der Natur ist das kein Problem, denn Pferde grasen fast ununterbrochen. Wenn sich dauerhaft faseriges Futter im Magen befindet, wird die Säure gebunden und bleibt unter Kontrolle. Im Stallalltag können die Pausen zwischen den Mahlzeiten jedoch lang werden, und dann kann die Magensäure beginnen, die empfindlicheren Bereiche des Magens anzugreifen.

Wer ist besonders gefährdet?

Alle Pferde können Magengeschwüre entwickeln, aber in bestimmten Situationen steigt das Risiko deutlich an. Bei Rennpferden und Sportpferden ist das Problem besonders häufig, weil Training, Transport und Wettkampfsituationen sowohl den Körper als auch das Nervensystem belasten. Ein Pferd, das lange Zeit ohne Heu bleiben muss, ist ebenfalls stärker säurebedingten Schäden ausgesetzt.

Stress spielt eine überraschend große Rolle. Umgebungsveränderungen, Alleinsein, Transport oder häufige Routine-Änderungen können beeinflussen, wie der Magen funktioniert. Außerdem ist die Zusammensetzung der Fütterung wichtig: hohe Stärkeaufnahme und große Kraftfuttermahlzeiten können die Schwankungen der Magensäure verstärken.

Eine besonders wichtige Gruppe sind Pferde, die leicht zunehmen. Ihre Fütterung wird oft eingeschränkt, um die Energieaufnahme zu kontrollieren, aber gleichzeitig können ungewollt die Fastenzeiten zunehmen. Gewichtsmanagement und Magengesundheit stehen sich nicht entgegen – beides lässt sich berücksichtigen, wenn die Fütterung sorgfältig geplant wird.

Die Symptome sind nicht immer offensichtlich

Ein Magengeschwür bedeutet nicht immer offensichtliches Schmerzverhalten. Oft bemerkt der Besitzer nur kleine Veränderungen. Das Pferd beginnt vielleicht langsamer zu fressen oder lässt einen Teil seines Kraftfutters übrig. Es kann beim Satteln reizbarer als gewöhnlich werden oder zeigt wenig Lust, vorwärts zu gehen. Bei manchen Pferden sinkt die Leistung ohne erkennbaren Grund. Manchmal gibt es leichte Verdauungsanzeichen oder Veränderungen in der Kotqualität.

Da die Symptome oft subtil sind, ist die eigene Fähigkeit des Besitzers wichtig, kleine Veränderungen zu bemerken. "Irgendetwas fühlt sich anders an als früher" ist oft das erste Zeichen, dass die Magensituation eine Überprüfung wert ist.

Wie wird ein Magengeschwür diagnostiziert?

Der einzige sichere Weg, ein Magengeschwür zu diagnostizieren, ist eine Magenspiegelung durch den Tierarzt. Bei der Untersuchung kann der Zustand der Magenschleimhaut und eventuelle Verletzungen direkt gesehen werden. Anhand der Symptome allein lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, ob das Problem ein Magengeschwür oder ein anderes Problem im Verdauungstrakt ist.

Falls nötig, verschreibt der Tierarzt Medikamente, die die Magensäureproduktion reduzieren und der Schleimhaut eine Chance zur Heilung geben. Die Behandlung wird immer individuell geplant.

Die Bedeutung der Fütterung für die Magenunterstützung

Obwohl Medikamente manchmal notwendig sind, spielen die täglichen Fütterungsentscheidungen eine zentrale Rolle sowohl bei der Vorbeugung als auch bei der Genesung. Der Pferdemagen ist für eine kontinuierliche Faserversorgung ausgelegt, daher ist langfaseriges Raufutter die wichtigste "Schutzschicht" des Magens. Je gleichmäßiger das Pferd den Tag über Heu erhält, desto stabiler bleibt die Magenumgebung.

Große Kraftfuttermahlzeiten sollten vermieden werden, und das Futter sollte auf mehrere kleinere Mahlzeiten aufgeteilt werden. Wenn ein Pferd zur Gewichtszunahme neigt, sollte die Reduzierung der Energieaufnahme nicht lange Zeiten ohne Raufutter bedeuten. Stattdessen kann man Heu mit moderaterem Energiegehalt wählen oder den Weidegang kontrolliert einschränken, während der Fütterungsrhythmus gleichmäßig bleibt.

Eine faserbasierte Ernährung erhöht das Kauen und die Speichelproduktion, was als natürlicher Puffer gegen Magensäure wirkt. Das Gleichgewicht der Darmumgebung und das richtige Verhältnis der Mineralstoffe sind ebenfalls Teil des Gesamtbildes.

Magengesundheit dreht sich meist nicht um ein einzelnes Produkt, sondern um die gesamte Fütterungsstrategie. In manchen Situationen kann die Ernährung mit schleimstoffproduzierenden faserbasierten Ergänzungen, pflanzen- oder kräuterbasierten Inhaltsstoffen oder Hefeprodukten als Teil eines breiteren Ansatzes ergänzt werden, der die natürliche Physiologie des Pferdes berücksichtigt. Das Ziel ist es, die normale Funktion des Magens als Teil der täglichen Fütterung zu unterstützen – nicht die Grundlagen zu ersetzen.

3 Dinge, die du heute im Stall überprüfen kannst

  1. Wie lange ist dein Pferd tagsüber ohne Heu?
    Wenn die Pause mehrere Stunden dauert, bleibt der Magen leer und ist einer sauren Umgebung ausgesetzt.

  2. Ist die Kraftfuttermahlzeit groß im Verhältnis zur Heumenge?
    Große Einzelmahlzeiten und eine hohe Stärkebelastung belasten den Magen mehr als kleine, aufgeteilte Mahlzeiten.

  3. Gibt es plötzliche Veränderungen oder Stressfaktoren im täglichen Leben des Pferdes?
    Transport, Alleinsein oder häufige Routine-Änderungen können den Magen überraschend stark beeinflussen.

Kleine Veränderungen im Fütterungsrhythmus und in der Gleichmäß

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