Protein ist ein wichtiger Baustein für Pferde, und die Qualität der Proteinaufnahme zeigt sich in Muskelzustand, Regeneration und Leistung. Proteine sind am Erhalt und Aufbau der Muskulatur beteiligt, reparieren Gewebe und unterstützen normale Körperfunctions wie Enzymaktivität, Hormonproduktion und Immunabwehr. Proteine bestehen aus Aminosäuren, von denen einige das Pferd nicht selbst bilden kann. Essentielle Aminosäuren (wie Lysin, Methionin und Threonin) müssen deshalb über das Futter aufgenommen werden.
Proteinqualität – warum die Aminosäurezusammensetzung wichtiger ist als der Prozentsatz
Bei Protein geht es nicht nur um "wie viel Protein im Futter steckt". Entscheidend ist das Aminosäureprofil und wie effektiv das Pferd es verwerten kann. In der Praxis bedeutet das:
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Essentielle Aminosäuren können unzureichend sein, selbst wenn der Rohproteingehalt ausreichend erscheint.
- Fehlt die erstlimitierende Aminosäure (oft Lysin), kann das Pferd andere Aminosäuren nicht effizient für Muskelerhalt und -entwicklung nutzen.
Daher sollte die Fütterung auf hochwertige Proteinquellen oder Kombinationen setzen, die zusammen ein ausgewogenes Aminosäureprofil bieten.
Von Pferden benötigte Aminosäuren – wie viele und welche sind am wichtigsten?
Pferde benötigen etwa 20 Aminosäuren für normale physiologische Funktionen. Einige kann der Körper selbst bilden, andere sind essentiell und müssen über das Futter zugeführt werden.
Zehn essentielle Aminosäuren:
Lysin, Methionin, Threonin, Leucin, Isoleucin, Valin, Phenylalanin, Tryptophan, Histidin und Arginin (besonders wichtig für wachsende und junge Pferde).
Lysin ist meist die erstlimitierende Aminosäure in der Pferdefütterung, das heißt ihr Mangel begrenzt die effektive Nutzung aller anderen Aminosäuren.
Etwa zehn nicht-essentielle Aminosäuren:
Beispiele sind Glutamin, Alanin, Glycin, Prolin und Serin.
Obwohl nicht-essentiell, bleiben sie wichtig für Regeneration, Muskelstoffwechsel und Gewebereparatur.
Muscle Up – Inhaltsstoffe und warum sie gewählt wurden
Muscle Up wurde aus mehreren sich ergänzenden Zutaten zusammengestellt, die sowohl hochwertiges Protein als auch unterstützende Nährstoffe wie Fettsäuren und Ballaststoffe liefern sollen.
Erbsenproteinpulver
Das Herzstück von Muscle Up, Erbsenprotein ist gut verdaulich und hat ein vielfältiges Aminosäureprofil. Es enthält verzweigtkettige Aminosäuren (BCAAs), die für die Muskelproteinsynthese benötigt werden, und ist reich an L-Glutamin, das Muskelgewebe während Training und Regeneration unterstützt. Es eignet sich besonders gut zur Unterstützung des Muskelzustands und ist schonend für das Verdauungssystem.
Buchweizen
Eine glutenfreie, meist gut verträgliche Zutat, die Protein und Aminosäurenvielfalt beisteuert. Sie ergänzt andere Proteinquellen zur Unterstützung eines ausgewogenen Aminosäureprofils.
Leinsamen
Liefert Protein, Omega-Fettsäuren (besonders Omega-3) und Ballaststoffe zur Unterstützung der Darmgesundheit. Eine verbesserte Darmfunktion steigert die Nährstoffverwertung, was Leinsamen zu einem wertvollen Bestandteil über das Protein hinaus macht.
Bockshornkleesamenschrot
Wird traditionell zur Unterstützung der Proteinaufnahme und des Aminosäurengleichgewichts eingesetzt, besonders bei Lysin, das oft kritisch in der Pferdefütterung ist.
Spirulina
Eine nährstoffdichte Zutat, die Protein, Vitamine, Mineralien und Antioxidantien liefert. Besonders nützlich in Zeiten erhöhter Arbeitsbelastung, Wettkampf oder Rehabilitation, wenn Nährstoffdichte ohne große Futtermengen gebraucht wird.
Kürbiskerne
Steuern zusätzliches Protein, Fettsäuren und Mineralien bei, die die Muskelzellstruktur und die allgemeine Nährstoffdichte unterstützen.
Blütenpollen
Nicht eine primäre Proteinquelle, aber ein wertvoller Beitrag von Mikronährstoffen und bioaktiven Verbindungen, die die Gesamtnährstoffdichte verstärken.
Muscle Up als Ganzes – seine Rolle in der Proteinernährung
Muscle Up wurde entwickelt, um Muskelentwicklung und -erhalt zu unterstützen, die Regeneration zu verbessern und Protein in einer Form zu liefern, die das Aminosäurengleichgewicht betont statt die reine Menge. Durch die Kombination mehrerer Proteinquellen werden die Grenzen einzelner Zutaten ausgeglichen. Die Aufnahme von Fetten und Ballaststoffen macht es zu einem ernährungsphysiologisch funktionellen Produkt statt einem einfachen Proteinergänzungsfutter.
Proteinbedarf
Der Proteinbedarf variiert mit Alter, Arbeitsbelastung, Wachstum und Lebensphase. Erwachsene Pferde in Ruhe oder leichter Arbeit erhalten oft ausreichend Protein aus hochwertigem Raufutter, während Sportpferde, wachsende Fohlen, tragende und laktierende Stuten, Pferde in der Rehabilitation und Pferde im Muskelaufbau deutlich mehr – und hochwertigeres – Protein benötigen. Der Proteinbedarf orientiert sich typischerweise am Energiebedarf (etwa 5–7 g verdauliches Rohprotein pro MJ), aber das Aminosäurengleichgewicht, besonders die Lysinversorgung, ist entscheidend. Zu wenig oder minderwertiges Pferd Protein verlangsamt Muskelentwicklung und Regeneration, während überschüssiges Protein den Körper
