Zink gehört zu den wichtigsten Spurenelementen, die ein Hund benötigt. Zink übernimmt zahlreiche Aufgaben im Körper: Es ist unter anderem mit dem Energiestoffwechsel und der Hormonfunktion des Hundes verbunden, unterstützt die Funktion von Vitamin A und fördert die Wundheilung. Zink wird besonders für Hunde mit Hautproblemen und schlechter Fell- oder Krallenqualität empfohlen. Zink kann auch die Haut des Hundes stärken. Der tägliche Zinkbedarf eines Hundes liegt bei 1–2 mg/kg, je nach Belastung und Bedarf.
Für Hunde ist Fleisch die beste Zinkquelle, aber trotzdem haben besonders roh gefütterte Hunde oft Schwierigkeiten, genug Zink zu bekommen. Manche Trockenfutter enthalten zugesetztes Zink, aber es ist nicht immer ausreichend – es kann nur in geringen Mengen vorhanden oder schlecht verwertbar sein. In solchen Fällen kann ein hochwertiges Zinkergänzungsmittel nötig werden. In der Futtermittelindustrie werden oft billige, künstliche Vitamin- und Mineralstoffmischungen verwendet, deren Aufnahme im Körper schwächer ist als die natürlicher Nährstoffe aus der Nahrung.
Symptome eines Zinkmangels bei Hunden sind unter anderem schlechtes Fell oder Haarausfall, rissige Pfotenballen, kahle Stellen um die Augen, schlecht heilende Wunden, juckende und schuppige Haut, Störungen des Immunsystems (einschließlich Allergien und andere Entzündungen), Lecken, Nervosität und allgemeine Müdigkeit. Schlechte Krallen können ebenfalls auf Zinkmangel hinweisen. Der Zinkbedarf steigt während der Trächtigkeit und Laktation sowie bei harter Arbeit oder durch Stress. Besonders bei langhaarigen Hunden kann sich der Zinkbedarf während des Fellwechsels verdoppeln, weil die Keratinproduktion am höchsten ist, wenn sich das Fell erneuert und ersetzt wird. Zu dieser Zeit ist oft auch ein B-Vitamin-Ergänzungsmittel nötig.
Zink reguliert unter anderem die Insulinsensitivität der Körperzellen und damit den Kohlenhydratstoffwechsel des Körpers. Zinkmangel verursacht reduzierte Insulinspiegel nach dem Fressen und schwächt dadurch die Fähigkeit des Körpers, Kohlenhydrate zu verwerten. Dies kann wiederum die Erholung vom Training und die Muskelentwicklung verschlechtern.
Ältere Hunde haben ebenfalls einen erhöhten Zinkbedarf. Außerdem profitieren viele atopische oder allergieempfindliche Hunde, die Symptome über ihre Haut zeigen, von einer Zinkergänzung.
Zink und Muskeln
Der größte Teil des Zinks (50–60%) befindet sich in den Muskeln. Je mehr und je härter ein Hund trainiert, desto wichtiger ist es, seine Ernährungsbedürfnisse sorgfältiger zu berücksichtigen. Zum Beispiel reduziert übermäßige Kalzium- und Kupferaufnahme die Zinkaufnahme im Körper. Zink kann gesunde Blutzuckerspiegel unterstützen, indem es die Insulinsensitivität verbessert und die Antioxidantienspiegel erhöht, was zum Beispiel für Hunde mit Muskelproblemen wichtig ist.
7 Gründe, deinem Hund Zink zu füttern:
- Antioxidativer Schutz: Zink unterstützt die antioxidative Abwehr. Antioxidative Enzyme wandeln schädliche Oxidantien oder freie Radikale in neutrale, harmlose Verbindungen um. Zellen produzieren natürlich freie Radikale, wenn Nährstoffe zu Energie abgebaut werden, aber mit der Zeit können diese Zellen schädigen. Durch die Verbesserung der Antioxidantienspiegel schützt Zink vor vorzeitiger Alterung und unterstützt gesunde Gewebe und Zellen.
- Krallen: Das richtige Gleichgewicht zwischen Zink und Kupfer hilft bei der Keratinsynthese. Keratin wird für die Krallenerneuerung benötigt.
- Immunfunktion: Zink hilft Immunzellen, auf Infektionen zu reagieren. Wenn eine Infektion erkannt wird, sinken die Blutzinkspiegel, da Immunzellen und die Leber dieses Mineral aufnehmen. Mit Zink können Immunzellen Signale an andere Zellen senden, um eine Immunantwort zu koordinieren. Man nimmt an, dass die Zugabe von Zink zu einer Ernährung, die ansonsten ziemlich arm an Zink für Hunde ist, die Immunantwort verbessern kann.
- Hautgesundheit: Hunde mit Zinkmangel können verschiedene Hautanomalien haben, wie Schuppung, rissige Pfotenballen oder schlecht heilende Wunden. Dies kann an einem geschwächten Immunsystem liegen. Ein gut funktionierendes Immunsystem bekämpft Krankheitserreger effektiver. Ausreichend Zink in der Ernährung kann gesunde Haut unterstützen und Fellqualität und Glanz verbessern.
- Gelenkgesundheit: Zink wird für die Produktion des Kollagenproteins benötigt, das den größten Teil der Sehnen und Bänder in den Gelenken ausmacht. Es wird auch für die Knorpelproduktion benötigt. Organische Spurenelemente können die Kollagenproduktion in Gelenken besser unterstützen als anorganische Mineralien.
- Fellqualität: Zink ist an der Produktion des Keratinproteins beteiligt, das das häufigste Protein im Haar ist. Keratin ist auch für die Struktur des Haares verantwortlich.
- Appetit: Zinkmangel kann schlechten Appetit, Gewichtsverlust und schlechtes Wachstum verursachen. Dies hängt mit chemischen Veränderungen im Hypothalamus des Gehirns zusammen, der die Nahrungsaufnahme reguliert. Zinkergänzung hat gezeigt, dass sie den Appetit anregt und die Gewichtszunahme bei Menschen mit Anorexie unterstützt. Die Sicherstellung ausreichender Zinkaufnahme bei Hunden kann normalen Appetit und gesunde Gewichtszunahme unterstützen.
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