USING HERBS FOR HORSES

Kräuter für Pferde verwenden

Autor: BILL VANDERGRIFT (Mit freundlicher Genehmigung von Alltech Inc.)

KRÄUTER FÜR PFERDE VERWENDEN

Die Verwendung pflanzlicher Produkte in der Pferdefütterung nimmt rasant zu. Dafür gibt es mehrere Gründe, die hauptsächlich mit Veränderungen im Profil der Pferdebesitzer zusammenhängen. Erstens gibt es mehr Besitzer mit weniger als fünf Pferden als vor 15–20 Jahren. Die Teilnahme an Reitsportveranstaltungen ist ebenfalls gestiegen, was Menschen dazu bringt, mehr in ihre Pferde zu investieren. Aus diesen Gründen sind Besitzer bereit, mehr für Produkte zu zahlen, von denen sie glauben, dass sie ihren Pferden helfen, erfolgreich zu konkurrieren. Zweitens hat die Anzahl der von Pferdebesitzern gemeldeten gesundheitlichen Probleme in den letzten 15–20 Jahren erheblich zugenommen. Da Pferde gedrängt werden, auf immer höherem Niveau zu konkurrieren, ist die Zahl der Pferde gestiegen, die unter Skelett-, Muskel- und Atemwegserkrankungen leiden. Leider hat die traditionelle Veterinärmedizin keine großen Durchbrüche bei der Behandlung dieser Pferde erzielt – so ist die Verwendung von Kräuterprodukten, Homöopathie, Akupunktur, Massagetherapie, chiropraktischer Behandlung und sogar Aromatherapie teilweise aus Verzweiflung und teilweise aufgrund erneuerten Respekts und Interesses an alternativen Therapien dramatisch gewachsen.

HINTERGRUND

Kräuter für Pferde werden in der Human- und Tiermedizin seit Tausenden von Jahren verwendet. Die alten Ägypter, Griechen und Chinesen hinterließen umfangreiche Aufzeichnungen darüber, wie verschiedene Pflanzen zur Behandlung unterschiedlicher Krankheiten eingesetzt wurden. Heute verwenden Indianer und indigene Völker auf der ganzen Welt noch immer Kräuter und Pflanzenzubereitungen in der traditionellen Medizin. Reformhäuser – und sogar Lebensmittelgeschäfte – haben jetzt eigene Regalflächen für Kräuterprodukte. Dennoch bleiben viele traditionelle Ernährungsexperten, Tierärzte und Ärzte skeptisch gegenüber der Verwendung von Kräuterzubereitungen in der Ernährung von Tieren und Menschen. Sie bemerken möglicherweise nicht, dass sie selbst wahrscheinlich täglich Kräuterprodukte verwenden, ohne es zu merken. Gewöhnliche Gewürze und Lebensmittel wie Knoblauch, Thymian, Meerrettich, Himbeere und Senf können als Kräuter betrachtet werden. Sie sind so weit als normale Bestandteile der Ernährung akzeptiert worden, dass ihre Kräutereigenschaften vergessen wurden. Wenn du jemals Pflaumen oder Rhabarber wegen ihrer abführenden Wirkung gegessen hast, hast du Kräutermedizin verwendet. Ein Kraut ist einfach jede Pflanze, die wegen ihrer medizinischen, aromatischen oder geschmacklichen Eigenschaften geschätzt wird. Die meisten für Pferde und Menschen verwendeten Kräuter werden wegen ihrer medizinischen Eigenschaften geschätzt. Die Kräuterbestandteile, die zum medizinischen Wert beitragen, sind jedoch schwer zu regulieren oder zu standardisieren. Viele Kräuterprodukte enthalten mehr als ein Kraut – und wir stellen fest, dass einzelne Pferde und einzelne Menschen manchmal unterschiedlich auf eine bestimmte Kräuterzubereitung reagieren. Die Wirkstoffe in einigen Kräutern wurden identifiziert und bilden die Grundlage vieler moderner Medikamente (zum Beispiel Aspirin aus Weide oder Mädesüß und Ephedrin aus dem chinesischen Kraut Ma Huang). Die Wirkstoffe in vielen Kräuterzubereitungen, die sich über die Zeit als wirksam erwiesen haben, sind jedoch noch nicht vollständig verstanden.

GRUNDLEGENDE KRÄUTERBESTANDTEILE

Die meisten Kräuter bieten ihre wohltuenden Wirkungen aufgrund einer oder mehrerer der folgenden Komponenten:

Alkaloide. Alkaloide sind in vielen Pflanzen verbreitet und bilden die Grundlage vieler moderner Medikamente wie Morphin, Atropin und Codein.

Bitterstoffe. Bittere Verbindungen werden hauptsächlich als Verdauungshilfen verwendet, da sie dazu neigen, die Magensekretion zu stimulieren. Einige sind auch für ihre beruhigenden oder antimikrobiellen Eigenschaften bekannt.

Flavonoide und Bioflavonoide. Kräuter, die flavonoidähnliche Komponenten enthalten, werden hauptsächlich für harntreibende, krampflösende und entzündungshemmende Zwecke verwendet. Aus diesem Grund sind sie besonders nützlich bei der Behandlung und Vorbeugung von Koliken bei Pferden.

Glykoside. Einige Kräuter enthalten sehr starke Glykoside. Zum Beispiel enthält Fingerhut Digoxin, einen Bestandteil von Digitalis – ein starkes Herzmedikament –, das in großen Dosen den Tod durch Herzspasmus verursachen kann.

Schleimstoffe. Die schleimigen Substanzen, die in verschiedenen Kräutern gefunden werden, sind für ihre Fähigkeit bekannt, gelartige Materialien im Verdauungstrakt zu bilden. Sie werden wegen ihrer Fähigkeit bevorzugt, Darmgewebe zu beruhigen und milde abführende Wirkungen zu bieten.

Saponine. Verschiedene Kräuter enthalten steroidähnliche Saponine, die als „Bluttonikum" verwendet werden und bekanntermaßen die Wundheilung fördern (zum Beispiel enthält Süßholzwurzel ein kortisonähnliches Saponin).

Gerbstoffe. Kräuter-Gerbstoffe wirken hauptsächlich als Adstringentien. Obwohl die Forschung sehr spezifische Inhaltsstoffe in einigen Kräutern identifiziert hat, die bestimmte medizinische Wirkungen erzeugen, entfalten die meisten Kräuter ihre Wirkungen nicht nur durch eine primäre chemische Komponente, sondern auch durch sekundäre Komponenten, die nicht so leicht zu identifizieren sind. Kräuterkundige glauben, dass Kräuter ganz gegeben werden sollten, um die größte Wirkung zu erzielen, damit sie eine wirksame Dosis sowohl primärer als auch sekundärer Verbindungen liefern. Wenn einzelne Pferde oder Menschen eine unerwünschte Reaktion auf eine Kräuterzubereitung erfahren, wird die Reaktion oft durch sekundäre Verbindungen verursacht. Das Vorhandensein sekundä

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