Why Can Two Feeds That Look Almost the Same Cost So Differently?

Warum können zwei Pferdefutter, die fast gleich aussehen, so unterschiedlich viel kosten?

Wer Ergänzungsfuttermittel für Pferde vergleicht, stößt manchmal auf Preisunterschiede, die sich auf den ersten Blick nicht erklären lassen. Zwei Produkte sehen fast gleich aus, enthalten ähnliche Zutaten und sind für denselben Zweck gedacht – trotzdem liegt der Preis eines Produkts deutlich über dem des anderen.

Woran liegt der Preisunterschied?

Die Beutelgröße oder der Preis pro Kilo sagt überraschend wenig über das Produkt selbst aus. Der Preis hängt vor allem von Qualität, Form und Konzentration der Inhaltsstoffe ab – aber auch von der Tagesgabe, dem Herstellungsverfahren, Analysen, Reinigung, Produktionsmengen und der Verpackung.

Gleicher Ingredienzname bedeutet nicht gleiche Qualität

In der Zutatenliste können zum Beispiel Zink, Magnesium, Vitamin E, Aminosäuren, Chia oder Boswellia Serrata stehen.

Der Name allein verrät aber nicht, welcher Rohstoff tatsächlich verwendet wurde.

Mineralien gibt es in verschiedenen chemischen Formen, Vitamine ebenfalls – und bei pflanzlichen Zutaten können Pflanzenteil, Herkunft, Verarbeitung und die Konzentration der natürlich vorkommenden Verbindungen stark variieren.

Deshalb kann der Einkaufspreis zweier Rohstoffe erheblich voneinander abweichen, obwohl die fertigen Produkte für den Käufer nahezu identisch wirken.

Konzentration ist entscheidend

Einer der größten Preistreiber ist die Menge des tatsächlichen Nährstoffs oder gewünschten Rohstoffs im Produkt.

Beide Produkte können zum Beispiel Zink enthalten – doch die Zinkkonzentration im einen Produkt kann ein Vielfaches des anderen betragen. Dasselbe gilt für Aminosäuren, Vitamine, Magnesium und viele pflanzliche Zutaten.

Ein Produkt sollte daher nicht allein nach dem Packungspreis oder dem Preis pro Kilo beurteilt werden.

Die sinnvollere Frage lautet:

Wie viel des gewünschten Nährstoffs bekommt das Pferd tatsächlich mit einer Tagesgabe?

Gleicher Produkttyp – völlig unterschiedliche Konzentration

Biotin-Produkte sind dafür ein anschauliches Beispiel.

Beide Produkte mögen als Biotin-Ergänzung verkauft werden, doch das eine liefert 10 mg Biotin pro Tagesgabe, das andere 20 mg.

Das ist der doppelte Gehalt.

Wer nur den Dosenpreis oder den Kilopreis vergleicht, hält das konzentriertere Produkt vielleicht für teurer. Schaut man aber darauf, wie viel Biotin das Pferd pro Tagesgabe wirklich erhält, kann der Vergleich ganz anders aussehen.

Dasselbe Prinzip gilt für Zink, Kupfer, Vitamin E, Magnesium und Aminosäuren.

10 mg und 20 mg sind keine geringfügig unterschiedlichen Stärken – das zweite Produkt liefert pro Tagesgabe doppelt so viel Biotin.

Vitamin E – gleicher Name, andere Form und andere Stärke

Bei Vitamin-E-Produkten kann der Preisunterschied zwei Ursachen haben: wie viel Vitamin E die Tagesgabe enthält und welche Form von Vitamin E verwendet wird.

Vitamin E ist in natürlicher oder synthetischer Form erhältlich. Diese sind nicht vollständig gleichwertig, weshalb die in Milligramm oder IE angegebene Menge nicht immer die ganze Geschichte erzählt.

Zwei Produkte können also beide als Vitamin-E-Ergänzung gelten, während das eine synthetisches und das andere natürliches Vitamin E enthält. Auch die Konzentrationen können erheblich voneinander abweichen.

Chia de Gracia CdG-E etwa enthält 100 % natürliches RRR-α-Tocopherylacetat. Ein Gramm liefert 500 IE Vitamin E, eine Tagesgabe von 2 g also 1.000 IE.

Beim Vergleich von Vitamin-E-Produkten lohnt es sich, zumindest Folgendes zu prüfen:

  • ob das Vitamin E natürlich oder synthetisch ist
  • wie viel Vitamin E die Tagesgabe liefert
  • was die Tagesgabe kostet

Das sagt mehr über den tatsächlichen Wert im Gebrauch aus als der Dosenpreis allein.

Füll- und Trägerstoffe beeinflussen die Konzentration

Manche Ergänzungsfuttermittel enthalten Träger- oder Füllstoffe.

Diese können durchaus einen sinnvollen technischen Zweck erfüllen. Sie erleichtern das Mischen, die Herstellung oder die Dosierung des Produkts.

Sie erhöhen aber auch das Gesamtvolumen des Produkts im Verhältnis zu dem Inhaltsstoff oder Nährstoff, den das Produkt in erster Linie liefern soll.

Dadurch kann der Kilopreis niedriger sein, während gleichzeitig die Konzentration des Hauptnährstoffs geringer und die Tagesgabe größer ausfällt.

Die Beutelgröße allein sagt also nicht, wie viel von dem, was man eigentlich kaufen möchte, tatsächlich drin steckt.

Ein großer Beutel bedeutet nicht automatisch viel vom ernährungsphysiologisch wichtigen Inhaltsstoff.

Pelletierung beeinflusst die Zusammensetzung

Ein pelletiertes Produkt entsteht nicht immer einfach dadurch, dass Pulver zu Pellets gepresst wird.

Damit Pellets ausreichend haltbar, gleichmäßig und produktionstauglich sind, kann die Rezeptur Träger-, Struktur- oder Bindemittel erfordern.

Ihr Zweck kann darin bestehen, zum Beispiel die Pressbarkeit der Mischung, die Pelletfestigkeit, die Gleichmäßigkeit und die Handhabung zu verbessern.

Das bedeutet auch, dass das Gesamtgewicht eines pelletierten Produkts nicht ausschließlich aus den Nährstoffen oder Zutaten besteht, die man dem Pferd eigentlich zukommen lassen möchte.

Pelletierung kann ein praktisches und sinnvolles Herstellungsverfahren sein – beim Produktvergleich lohnt es sich trotzdem, die tatsächlichen Nährstoffkonzentrationen und die Tagesgabe zu prüfen, statt Schlüsse allein aus der Produktform oder dem Kilopreis zu ziehen.

Ein niedriger Kilopreis kann pro Tag teurer sein

Ein einfaches Beispiel.

Produkt A
Preis 25 €/kg
Tagesgabe 100 g
→ 2,50 €/Tag

Produkt B
Preis 45 €/kg
Tagesgabe 20 g
→ 0,90 €/Tag

Wer nur den Kilopreis betrachtet, hält Produkt B für deutlich teurer. Im Alltag ist es jedoch klar günstiger.

Wer Produkte sinnvoll vergleichen will, sollte zumindest auf Folgendes achten:

Preis + Tagesgabe + Menge des gewünschten Nährstoffs pro Tagesgabe.

Auch die Form des Inhaltsstoffs beeinflusst den Preis

Nicht alle Nährstoffe werden in derselben Form eingesetzt.

Spurenelemente beispielsweise können als verschiedene anorganische Verbindungen oder in chelatierter Form vorliegen. Vitamin E kann natürlich oder synthetisch sein, und Magnesium ist in mehreren verschiedenen Verbindungen erhältlich.

Die Rohstoffkosten können dabei erheblich variieren.

Auf dem Etikett steht trotzdem oft nur „Zink", „Magnesium" oder „Vitamin E".

Der Name des Nährstoffs allein sagt deshalb nicht unbedingt alles über die Unterschiede zwischen Produkten.

Pflanzliche Zutaten können stark variieren

Bei Kräutern und anderen pflanzlichen Zutaten ist die Preisbildung noch vielschichtiger.

Der Preis kann beeinflusst werden durch:

  • den Anbauort der Pflanze
  • welcher Pflanzenteil verwendet wird
  • wie getrocknet und verarbeitet wurde
  • wie viel der gewünschten natürlich vorkommenden Verbindungen enthalten sind
  • ob es sich um ein gewöhnliches Pflanzenpulver handelt oder um einen Rohstoff, bei dem bestimmte Verbindungen gezielt definiert wurden
  • wie gut Reinheit und Zusammensetzung des Rohstoffs bekannt sind

Verschiedene Chargen derselben Pflanze können sich stark unterscheiden

Pflanzliche Rohstoffe sind Naturprodukte. Anbaubedingungen, Witterung, Ernte, Trocknung, Sortierung und Lagerung – all das beeinflusst ihre Eigenschaften.

Chia ist ein gutes Beispiel.

Es gibt verschiedene Qualitätsstufen und für unterschiedliche Zwecke ausgewählte Chia-Chargen. Hochwertige Chia ist gleichmäßig und sorgfältig gereinigt; an Faktoren wie Feuchtigkeit, Verunreinigungen und Gesamtqualität können strenge Anforderungen gestellt werden.

Für Futterzwecke können auch andere Rohstoffchargen verwendet werden, sofern sie sicher und für die Tierernährung geeignet sind. Eine Charge, die die Qualitätsvorgaben für den Lebensmittelbereich nicht erfüllt, kann in manchen Fällen als Futtermittel eingesetzt werden.

Auch das kann zu erheblichen Unterschieden im Rohstoffpreis führen.

Reinigung kostet Geld

Das Reinigen von Samen ist kein kostenloser Produktionsschritt.

Je gründlicher Staub, Pflanzenreste, Unkrautsamen und andere Verunreinigungen aus einem Rohstoff entfernt werden, desto höher sind die Verarbeitungskosten.

Das kann ein Grund sein, warum zwei Rohstoffe, die beide als Chia deklariert sind, sehr unterschiedliche Einkaufspreise haben.

Bei Chia de Gracia verwenden wir immer Chia der Güteklasse 1. Das ist eine bewusste Rohstoffentscheidung – auch wenn günstigere Alternativen am Markt verfügbar sind.

Qualitätskontrolle sieht man dem Beutel nicht an

Die Analyse von Rohstoffen und Fertigprodukten kostet Geld.

Ein Hersteller kann zum Beispiel Nährstoffkonzentrationen, mikrobiologische Qualität, Schwermetalle, Feuchtigkeit, weitere mögliche Schadstoffe sowie Herkunft und Rückverfolgbarkeit der Rohstoffe überwachen.

Hinzu kommen Eigenkontrollen, Chargenverfolgung und Dokumentation.

All das ist von außen am Beutel nicht zu sehen, aber es ist Teil der Herstellungskosten des Produkts.

Produktionsvolumen beeinflusst den Preis

Es macht einen großen Unterschied, ob ein Produkt in einigen tausend oder in mehreren Millionen Kilogramm hergestellt wird.

Große Hersteller können Rohstoffe, Verpackungen und Transport in sehr großen Mengen einkaufen und erhalten deshalb deutlich niedrigere Preise.

Bei kleineren Produktionsmengen sind die Kosten pro Produkt für Herstellungsarbeit, Verpackung, Analysen und Logistik in der Regel höher.

Die Kostenstruktur eines spezialisierten Ergänzungsfuttermittels aus Kleinserien kann sich daher stark von der eines hochvolumigen Massenprodukts unterscheiden.

Verpackung gehört zum Preis

Verpackung hat nicht nur die Aufgabe, gut auszusehen.

Sie muss das Produkt auch vor Feuchtigkeit, Sauerstoff, Licht und den Belastungen des Transports schützen.

Neben dem Beutel selbst entstehen Kosten durch Etiketten, Druck, Abfüllarbeit, Versandkartons und verschiedene verpackungsbezogene Verpflichtungen.

Was ist mit der Produktentwicklung?

Ein gutes Ergänzungsfuttermittel entsteht nicht einfach dadurch, dass man ein paar Zutaten zusammenrührt.

Bei der Entwicklung eines Produkts muss man unter anderem bedenken:

  • welche Nährstoffe das Produkt ergänzen soll
  • in welcher Konzentration
  • in welcher Form sie eingesetzt werden sollen
  • welche Inhaltsstoffe gut zusammenwirken
  • was eine sinnvolle Tagesgabe ist
  • wie Gleichmäßigkeit gewährleistet werden kann
  • wie das Produkt in der Praxis einfach dosiert werden kann
  • wie Rezeptur und Kennzeichnung korrekt umgesetzt werden können

Auch diese Arbeit gehört zu den tatsächlichen Kosten eines Produkts.

Teurer bedeutet nicht automatisch besser

Der Preis allein ist keine Qualitätsgarantie.

Ein günstigeres Produkt kann für ein bestimmtes Pferd völlig ausreichend sein – nicht jedes Pferd braucht die konzentrierteste oder teuerste Option.

Andererseits bedeutet ein niedriger Kilopreis nicht automatisch, dass das Produkt günstig in der Anwendung ist.

Beim Pferdefutter Preisvergleich lohnt es sich zu fragen:

Was enthält das Produkt wirklich?

In welcher Form liegen die Inhaltsstoffe vor?

Wie viel davon ist enthalten?

Wie viel des Produkts wird täglich benötigt?

Und wie viel des gewünschten Nährstoffs bekommt das Pferd tatsächlich mit einer Tagesgabe?

Wer Produkte so vergleicht, kann einen großen Preisunterschied zwischen zwei ähnlich aussehenden Produkten oft viel besser nachvollziehen.

Der wahre Wert eines Futters bemisst sich letztlich nicht am Kilopreis – sondern daran, was tatsächlich im Futtertrog landet.

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