Dry eye in dogs – what owners should know

Trockene Augen beim Hund – was Hundebesitzer wissen sollten

Trockene Augen beim Hund, medizinisch als Keratokonjunctivitis sicca (KCS) bezeichnet, gehören zu den häufigsten Augenproblemen bei Hunden. Sie entstehen durch eine zu geringe Tränenproduktion oder durch eine verschlechterte Tränenfilmqualität. Der Tränenfilm befeuchtet, pflegt und schützt die Augenoberfläche. Tränen bestehen nicht nur aus Wasser, sondern sind eine komplexe Mischung, die die Augenoberfläche befeuchtet und vor Bakterien und Verunreinigungen schützt. Reicht dieser natürliche Schutz nicht aus, werden die Augen gereizt und sind anfällig für Entzündungen und sogar schmerzhafte Hornhautschäden.

Die Symptome beginnen oft schleichend. Die Augen werden rot, tränen und bilden Ausfluss, der oft zäh und klebrig wird. Der Hund kneift die Augen zusammen, reibt sie mit den Pfoten und wirkt insgesamt unwohl. Das Haar um die Augenwinkel kann sich dunkel verfärben. Mit der Zeit verliert die Hornhaut ihren normalen Glanz und wird trüb, was das Sehvermögen beeinträchtigen kann. Bleibt das trockene Auge lange unbehandelt, können Hornhautgeschwüre und Narben entstehen – schmerzhaft und gefährlich für das Sehvermögen des Hundes.

Meist liegt die Ursache im körpereigenen Immunsystem des Hundes. Bei einer Autoimmunreaktion beginnt der Körper, die Tränendrüse zu zerstören, und ihre Sekretionsleistung nimmt ab. Bei bestimmten Rassen wie Cocker Spaniels, Möpsen und Bulldoggen ist die Anfälligkeit deutlich höher als im Durchschnitt – das Problem hängt mit der Vererbung zusammen. Auch bestimmte Medikamente, Nervenschäden oder frühere Augenerkrankungen können den Hund für diese Erkrankung anfällig machen.

Diagnose und Behandlung

Die Diagnose trockener Augen wird durch eine tierärztliche Untersuchung bestätigt, bei der die Tränenproduktion mit dem Schirmer-Tränentest gemessen wird. Die Behandlung basiert hauptsächlich auf medikamentösen Augentropfen, die entweder die Tränenproduktion anregen oder das Fehlende in Form künstlicher Tränen ersetzen. Die Behandlung ist meist lebenslang, kann aber bei korrekter Durchführung die Augen in gutem Zustand halten und schwere Schäden verhindern.

Ein Hund kann auch Symptome zeigen, die trockenen Augen ähneln, ohne tatsächlich krank zu sein – besonders im Winter. Einer der häufigsten Gründe ist trockene Raumluft. Während der Heizperiode sinkt die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen, was sowohl die Atemwege als auch die Schleimhäute der Augen austrocknet. Auch Aktivitäten im Freien bei kaltem Wetter belasten die Augen: Eisige Luft lässt Tränen schneller verdunsten als gewöhnlich, und kommt Wind dazu, trocknet die Augenoberfläche aus und wird noch mehr gereizt. Schnee und Eis reflektieren helles Licht, was das Reizungsgefühl verstärken und die Verdunstung des schützenden Tränenfilms beschleunigen kann.

Trockenheit kann auch durch lange Autofahrten verschlimmert werden, da die trockene Luft von Heizung und Klimaanlage die Augen genauso austrocknet wie beim Menschen. Außerdem spielt das Alter eine Rolle: Bei älteren Hunden nimmt die Tränenproduktion natürlich ab, sodass winterliche Umgebungsbedingungen die Symptome trockener Augen verstärken können.

Die Ernährung spielt eine wichtige unterstützende Rolle bei der Behandlung und Vorbeugung trockener Augen. Sanddornöl und andere Öle mit Omega-Fettsäuren können helfen, die Schleimhäute der Augen zu befeuchten und Entzündungen zu reduzieren – sie sind daher ein natürlicher Baustein zur Unterstützung und Vorbeugung trockener Augen bei Hunden. Sanddornöl ist ein besonders interessantes und erforschtes Ergänzungsmittel zur Unterstützung bei trockenen Augen. Es enthält hohe Mengen an Omega-7-Fettsäuren und Antioxidantien, die nachweislich das Feuchtigkeitsgleichgewicht der Schleimhäute und die Tränenfilmqualität unterstützen.

Sanddornöl wird beim Menschen bei trockenen Augen mit vielversprechenden Ergebnissen eingesetzt, und seine Vorteile können sich auch auf das Wohlbefinden von Hunden erstrecken. Außerdem ergänzen Vitamin E und andere natürliche Antioxidantien den Gesamtansatz, indem sie die empfindlichen Gewebe der Augen vor oxidativem Stress schützen.

Trockene Augen sind also nicht nur ein kosmetisches Problem. Sie beeinträchtigen den täglichen Komfort des Hundes und können im schlimmsten Fall zu dauerhaften Augenschäden führen. Die richtige Behandlung, kombiniert mit ernährungsphysiologischer Unterstützung, kann dennoch einen klaren, strahlenden Blick wiederherstellen und die Lebensqualität des Hundes erheblich verbessern.

Unbehandelt sind trockene Augen schmerzhaft für den Hund und können sogar das Sehvermögen bedrohen. Die Symptome sind jedoch leicht zu erkennen: rote, ausflussfapierende und gereizte Augen.

Quellen:

Dodi, P. L. (2015). Immune-mediated keratoconjunctivitis sicca in dogs: current perspectives on management.

Williams, D. L. (2008). Immunopathogenesis of Keratoconjunctivitis Sicca in the Dog
Diagnosis & Treatment of Keratoconjunctivitis Sicca in Dogs, Today's Veterinary Practice.

Bouras, K. et al. (2017). Effects of Dietary Supplementation with Sea Buckthorn (Hippophae rhamnoides L.) Seed Oil on an Experimental Model of Hypertensive Retinopathy in Wi

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