Kurkuma wird seit Jahrhunderten sowohl in der indischen Ayurveda-Tradition als auch in der chinesischen Medizin verwendet. Die Curcumin Wirkung und die gesundheitlichen Eigenschaften von Kurkuma werden auch in der westlichen Gesundheitsforschung seit langem intensiv erforscht. Zu den Forschungsthemen gehören unter anderem Gelenk- und Knochengesundheit, Verdauung, Leberfunktion und Immunabwehr. Curcumin ist die bekannteste Wirkverbindung in Kurkuma und gilt als der wichtigste pharmakologische Wirkstoff mit therapeutischen Eigenschaften. Die vielfältigen Vorteile von Curcumin wurden in zahlreichen Tierstudien nachgewiesen. Neben dem berühmten Curcumin enthält Kurkuma jedoch auch mehrere andere gesundheitsfördernde Verbindungen, darunter weitere Curcuminoide und Turmeron-Öle.
Ein starkes Antioxidans
Curcumin ist eine stark antioxidative Verbindung, die das Wohlbefinden des Körpers und die Immunabwehr in vielerlei Hinsicht unterstützt. Darüber hinaus zeigt es verschiedene entzündungshemmende und antimikrobielle Eigenschaften. Der Curcumin-Gehalt in der Kurkuma-Wurzel variiert stark – zwischen 1 und 8 Prozent. Polyphenole sind in Pflanzen farbige bioaktive Verbindungen, und bei Kurkuma ist es speziell das Curcumin, das der Kurkuma ihre charakteristische Farbe verleiht.
Kurkuma als Ganzes ist jedoch wahrscheinlich noch vorteilhafter als Curcumin allein, da die anderen Curcuminoide synergetisch mit Curcumin und anderen Verbindungen in der Kurkuma wirken. Das beobachtet man oft bei Pflanzen: Die Natur weiß, wie sie die besten und wirksamsten "Rezepte" und Kombinationen in einem Paket erschafft.
Die Curcumin Absorption kann durch die Kombination mit Öl, schwarzem Pfeffer oder Sojalecithin verbessert werden. Sojalecithin enthält Phospholipide, die laut Forschung die Curcumin-Aufnahme im Darm fördern.
Große Unterschiede im Curcumin-Gehalt
Bei Kurkuma-Pulvern gibt es viele verschiedene Sorten – je nach Zählung bis zu 130. Die curcuminreichste Kurkuma-Sorte stammt aus Lakadong in Indien, wo der Curcumin-Gehalt bis zu 8 Prozent betragen kann. Die am weitesten verbreitete Kategorie ist Madras-Kurkuma, die in Supermärkten erhältliche Kurkuma. Chia de Gracia's Kurkuma ist Alleppey-Kurkuma. Madras-Kurkuma enthält durchschnittlich etwa 1,5 bis 2 Prozent Curcumin. Alleppey-Kurkuma ist stärker und hat einen durchschnittlichen Curcumin-Gehalt von etwa 5 bis 6 Prozent. In Lebensmittelgeschäften ist meist Madras-Kurkuma erhältlich oder Kurkuma-Pulver, aus dem Curcumin für andere Zwecke extrahiert wurde – übrig bleibt nur Pulver aus dem Restanteil der Kurkuma, das als Gewürzkurkuma zum Kochen gedacht ist. Dieser Unterschied spiegelt sich deutlich im Preis wider. Nur hochwertige Kurkuma-Pulver enthalten einen bedeutsamen Anteil Curcumin und damit auch mögliche Gesundheitsvorteile.

