Bekommt dein Pferd genug Omega Fettsäuren?
Omega Fettsäuren unterstützen das Wohlbefinden von Pferden auf vielfältige Weise. Sie reduzieren Entzündungen und helfen dabei, die Gesundheit von Gelenken, Verdauungstrakt, Atemwegen und Haut zu erhalten. Aber welche Omega-Fettsäuren braucht dein Pferd, und wo findest du sie?
Welche Vorteile bieten Omega-Fettsäuren für das Wohlbefinden?
Pferde benötigen Nahrungsfette, um die Aufnahme fettlöslicher Vitamine zu unterstützen und um wichtige Fettsäuren zu erhalten, die der Körper nicht in ausreichender Menge selbst herstellen kann.
Die Bandbreite der Vorteile von Omega-Fettsäuren ist groß. Sie unterstützen die gesamte körperliche Gesundheit, und einer ihrer wichtigsten und am besten erforschten Vorteile ist ihre Fähigkeit, Entzündungen zu reduzieren. Omega-3-Fettsäuren können bei der Behandlung von Arthrose und Lahmheit hilfreich sein. Mehrere Studien haben gezeigt, dass Pferde verschiedener Altersgruppen nach der Zugabe von Omega-3-Fettsäuren zum Futter niedrigere Werte entzündlicher Botenstoffe in Gelenkflüssigkeit und Blut aufwiesen als Kontrollgruppen. Dies deutet darauf hin, dass Omega-3-Ergänzungen helfen können, belastungsbedingte entzündliche Knorpelschäden zu verhindern und auch Pferde zu unterstützen, die bereits von Arthrose betroffen sind.
Omega-Fettsäuren unterstützen auch die Herzfunktion, verbessern die Verdauung und fördern die Gesundheit von Sehnen, Haut und Fell. Sie helfen dabei, die normale Immunabwehr aufrechtzuerhalten, reduzieren allergische Reaktionen, unterstützen eine gute Muskelkondition und fördern die Erholung nach intensivem Training.
Omega-Fettsäuren können auch Zuchttieren zugutekommen. Bei Hengsten haben Omega-3-Fettsäuren gezeigt, dass sie die Spermienqualität und -beweglichkeit verbessern. Bei Zuchtstuten reduzieren Omega-3-Fettsäuren Gebärmutterentzündungen, vergrößern die Follikelgröße und verbessern die Lebensfähigkeit von Eizelle und Embryo. Neueste Studien zeigen auch, dass Pferde mit entzündlichen Darmerkrankungen, metabolischem Syndrom oder Hufrehe von einer Omega-3-Ergänzung profitieren können.
Die wichtigsten Omega-3-Fettsäuren
Omega-3-Fettsäuren haben einen positiven Effekt auf den gesamten Körper. Sie halten Zellmembranen flexibel und unterstützen die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Omega-3-Fettsäuren reduzieren auch Entzündungen, wodurch sie eine hervorragende Ergänzung für die Fütterung von Tieren sind, die unter Gelenk-, Verdauungs-, Haut- oder Atemwegsproblemen leiden.
Die wichtigsten Mitglieder der Omega-3-Gruppe sind Alpha-Linolensäure (ALA), Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA).
Tiere können nicht ausreichend Alpha-Linolensäure selbst produzieren, aber Pflanzen können das. Daher ist es wichtig, dass Pferde und Hunde ausreichende Mengen über ihre Nahrung erhalten.
ALA findest du in Leinsamen, Chia, Hanf und frischem Gras. Im Gegensatz dazu enthält trockenes Heu sehr wenig von diesen Fettsäuren.
Vorgeformte EPA und DHA findest du in nennenswerten Konzentrationen nur in Fisch, der die reichhaltigste natürliche Quelle dieser Fettsäuren ist. Du solltest jedoch beachten, dass Fischöl, das reich an EPA und DHA ist, keine ALA enthält, die Pferde ebenfalls benötigen.
Ein kleiner Teil der ALA wird im Körper zu EPA und DHA umgewandelt.
Linolsäure ist die wichtigste Omega-6-Fettsäure
Omega-6-Fettsäuren unterstützen die Herz-Kreislauf-Gesundheit, die Immunfunktion und Stoffwechselprozesse.
Die wichtigste Omega-6-Fettsäure ist Linolsäure (LA), die Tiere nicht selbst synthetisieren können. Linolsäure ist besonders wichtig für den Schutz der Haut, da ein Mangel zu Hautproblemen wie Trockenheit und Schuppenbildung führen kann. Ein Mangel an Linolsäure kann auch Haarausfall und eine erhöhte Anfälligkeit für bakterielle und Pilzinfektionen verursachen.
Linolsäure fungiert als wichtige Hautfettsäure und hilft dabei, die Integrität der natürlichen Schutzbarriere der Haut von innen zu erhalten, was dabei hilft, übermäßigen Feuchtigkeitsverlust und Hauttrockenheit zu verhindern.
Linolsäure ist reichlich in Getreide, Hafer, Hanf und Hanföl, Soja und Maisöl enthalten – das bedeutet, dass viele handelsübliche Kraftfutter oft sehr hohe Omega-6-Gehalte aufweisen.
Fettsäuren im Gleichgewicht
Du solltest bedenken, dass Linolsäure zwar wichtig ist, aber übermäßige Mengen Entzündungen im Körper fördern können.
Dieses Risiko besteht besonders bei Pferden, die große Mengen Kraftfutter erhalten, was zu einer übermäßigen Omega-6-Aufnahme und unzureichender Omega-3-Aufnahme führen kann.
Daher ist es wichtig sicherzustellen, dass Pferde sowohl Omega-3- als auch Omega-6-Fettsäuren in angemessenen Mengen und Verhältnissen erhalten. Dies hilft dabei, ausgewogene Fettsäurespiegel im Körper aufrechtzuerhalten. Omega-3-Fettsäuren findest du besonders in Chia und Leinsamen, während Hanf höhere Omega-6-Gehalte enthält.
