Does your horse eat sand?

Frisst dein Pferd Sand?

Frisst dein Pferd Sand?

Manche Pferde leiden unter wiederkehrenden Koliken, weichem Kot, anhaltendem Durchfall, Bauchempfindlichkeit oder unterschiedlich starken Leistungseinbußen. Koliken können sich als Verstopfung oder als Gasansammlung zeigen. Pferde mit Sand im Darm weisen oft Veränderungen in der Kotkonsistenz auf. Wenn sich Wasser vom Kot trennt, kann das auf Sandansammlungen im Dickdarm hindeuten.

Weitere Symptome sind schlechtes Fell oder Probleme beim Wasserlassen. Pferde mit solchen Beschwerden sollten diagnostisch untersucht werden, um zugrundeliegende Ursachen auszuschließen. Eine der ersten Untersuchungen ist oft das Röntgen auf Sand. Zu Hause kannst du die Sandaufnahme mit dem sogenannten Handschuhtest prüfen: Dabei gibst du einen Kotballen in einen Gummihandschuh, fügst Wasser hinzu und beobachtest, ob sich Sand am Boden absetzt. Dieser Test zeigt nur, dass das Pferd Sand aufnimmt und dieser den Verdauungstrakt passiert. Er bestätigt nicht, ob sich Sand im Darm angesammelt hat. Ein Tierarzt kann Darmsand durch Abhören der Darmgeräusche feststellen. Bei Sandansammlungen werden die normalen Darmgeräusche durch charakteristische "Sandgeräusche" ersetzt. Völlig sicher ist man aber nur durch Röntgenaufnahmen der Bauchhöhle.

Nach heutigem Wissensstand scheint Sandfressen besonders bei Freizeitpferden und vor allem bei Finnpferden aufzutreten. Die genaue Ursache des Sandfressens ist unbekannt. Manche Pferde fressen Sand aus Langeweile, andere scheinen den Geschmack zu mögen und fressen weiter, trotz Fressbremse oder Beschäftigung. Es wird auch vermutet, dass Pferde Erde fressen, um Mineralstoffmängel auszugleichen, besonders bei Zink und Kupfer. Diese Pferde lecken oft an lehmiger Erde oder graben Wurzeln und andere Materialien aus. Pferde können auch Sand aufnehmen, wenn sie Heu vom Boden fressen. Gierige Pferde, die ihr Heu bis zum letzten Halm fressen, "saugen" besonders oft Sand mit dem Futter auf. Auch das Grasen auf kargen Weiden und das Ausreißen von Gras mit den Wurzeln kann zur Erdaufnahme führen.

Manche Pferde haben eine langsamere Darmbewegung, wodurch überschüssiges Material nicht effektiv während der normalen Verdauung abtransportiert wird. Sandansammlungen am Darmboden können einen Teufelskreis schaffen. Das Gewicht des Sandes stört die normale Darmbewegung und führt zu weiteren Ansammlungen. Nach heutigem Wissen haben keine wissenschaftlichen Studien dies bestätigt, aber manche Besitzer glauben, dass Sandfressen auch mit Magen-Darm-Beschwerden oder Schmerzen zusammenhängt, wie Magengeschwüren, langen Pausen zwischen den Fütterungen oder Stress. Es wird vermutet, dass Pferde Sand fressen, um Magensäurereizungen während langer Fresspausen oder Geschwürschmerzen zu lindern. Für diese Theorie gibt es jedoch keine wissenschaftlichen Belege.

Was kann helfen?

Der wichtigste Schritt ist, weitere Sandaufnahme zu verhindern. Bei manchen Pferden kann das den Einsatz einer Fressbremse erfordern. Leider haben manche Pferde ein so starkes Verlangen nach Sand, dass sie ihn sogar durch die Fressbremse aufnehmen. Gierige Pferde profitieren von Heunetzen oder der Fütterung von erhöhten Flächen, was die Erdaufnahme mit dem Heu reduziert. Manche Pferde verbessern sich, wenn der Paddockboden verändert wird, aber das erfordert oft umfangreiche Bodenarbeiten und Unterbaumaterialien, um zu verhindern, dass das Pferd wieder Sand ausgräbt. Bei manchen Pferden reicht der Umzug auf die Weide, da der Kot lockerer wird und sich leichter durch den Darm bewegt. Wenn Sandfressen mit Mineralstoffmangel zusammenhängt, haben manche Pferde von Produkten mit Bentonit-Ton profitiert. Bentonit ist ein mineralstoffreiches Ergänzungsfuttermittel, das auch helfen kann, den Darm-pH zu stabilisieren.

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Sandansammlungen im Pferdedarm können mit verschiedenen Produkten behandelt werden, wie Flohsamenschalenpulver, Flohsamensamen, Chiasamen oder Chiaschrot. Die Wirksamkeit unterschiedlicher Produkte variiert zwischen den Pferden, ebenso wie die Akzeptanz. Manche Besitzer von sandfressenden Pferden geben vorbeugend einige Male im Jahr "Sandaustreibungskuren". Bei der Fütterung von Flohsamen sollte man bedenken, dass die abführende Wirkung bei langfristiger Anwendung nachlässt, da die Darmbakterien ihn als Nährstoff nutzen. Das passiert nach etwa einem Monat kontinuierlicher Fütterung. Bei der langfristigen Chiafütterung gibt es keine Einschränkungen, und sie liefert dem Pferd auch wertvolle Nährstoffe.

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