Der Wechsel von der Weide in Stall und Paddock bedeutet für das Pferd sowohl körperlich als auch mental eine große Veränderung. Auf der Weide bewegt sich das Pferd mehr und wandert umher, während es den ganzen Tag über kontinuierlich frisst. Wenn die Weidesaison endet, werden die Fütterungszeiten seltener und die Zusammensetzung der Nahrung ändert sich. Weidegras enthält mehr als trockenes Heu – nicht nur viele Nährstoffe, sondern auch Wasser. Zudem bewegen sich Pferde im Paddock oft weniger. All dies beeinflusst unter anderem die Funktion der Verdauung. Diese veränderten Faktoren solltest du berücksichtigen.
Von Gras zu Heu
Auf der Weide frisst das Pferd frisches, leicht verdauliches Gras mit hohem Wassergehalt. Über den Sommer haben sich die Darmbakterien des Pferdes an frisches Futter und kontinuierliche Verdauung angepasst. Auch die Bewegung hat großen Einfluss auf Verdauung und Darmfunktion. Trockenes Raufutter verlangsamt den Feuchtigkeitsgehalt und die Passage des Futterbreis durch den Darm. Der Wechsel zu trockenem Heu und eventuellen Kraftfuttermitteln erfordert ebenfalls eine Anpassung der Darmbakterien.
Schrittweise Veränderungen reduzieren das Risiko von Magen- und Darmproblemen
Während der Umstellung treten verschiedene Verdauungsstörungen wie lockerer Kot und Koliken häufiger auf. Schrittweise Futterumstellungen helfen den Darmmikroben, sich an den Abbau der neuen Futterart anzupassen. Die Planung einer optimalen Ernährung unterstützt Gesundheit und Wohlbefinden der Pferde. War das Pferd rund um die Uhr auf der Weide, ist es sinnvoll, einige Wochen vor dem Einstallen kleine Mengen Heu auf die Weide zu bringen, damit die Pferde daran knabbern können. So kann sich die Darmflora ruhig an das neue Futter gewöhnen und viele Magen-Darm-Probleme lassen sich verhindern.
Die Kraftfuttermenge sollte täglich um maximal etwa 200 g gesteigert werden. Die Darmmikroorganismen reagieren besonders empfindlich auf Veränderungen des Zucker- und Proteingehalts der Nahrung. Gleichzeitig ist es sinnvoll, die Wasseraufnahme des Pferdes zu überprüfen und eine ausreichende Salzaufnahme sicherzustellen.
Du kannst die Umstellung nicht nur durch schrittweise Futteranpassung erleichtern, sondern auch durch darmfreundliche Futtermittel, die den mikrobiellen Wandel unterstützen. Beispiele sind Löwenzahnwurzel, Inulin, Milchsäurebakterien oder Futtermittel mit nützlichen Hefen wie Tummy Saver, Gastro Control, Gastro Clay B, Bierhefe oder Protect That Tummy.

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Vitaminbedarf steigt
Für manche Pferde bedeutet die Stallsaison auch schwerere Arbeit. Der Energiebedarf muss daher je nach Menge und Art der Arbeit angepasst werden. Die Fütterung sollte um das Grundfutter des Pferdes – das Heu – aufgebaut werden. Überprüfe mindestens Zucker-, Protein- und Energiewerte. Ist das Pferd auf der Weide zu rund geworden, lohnt es sich, die Rückkehr zur normalen Körperkondition bereits im Herbst zu beginnen.
Beim Wechsel zu trockenem Heu ist es auch sinnvoll, den Vitamin- und Mineralstoffbedarf des Pferdes zu überprüfen. In trockenem Heu ist der Anteil an Vitaminen und anderen Nährstoffen geringer als in frischem Gras, da die Lagerung von Heu über den Winter unweigerlich den Vitamingehalt beeinflusst. Das natürliche Futter des Pferdes – frisches Gras – enthält reichlich Vorstufen der Vitamine A, E und K. Frisst ein Pferd täglich kein grünes Gras, braucht es eine Vitamin-E-Ergänzung. Eine Vitamin-E-Ergänzung ist besonders wichtig für Fohlen und Jungpferde, Zuchtstuten und Sportpferde in schwerer Arbeit. Vitamin E wird oft empfohlen, häufig in kleinen Mengen zu geben, damit der Vitamin-E-Spiegel im Gewebe stabil bleibt.
Eine B-Vitamin-Ergänzung kann für alle Pferde während des Winterfellwachstums vorteilhaft sein und auch für den Stoffwechsel normaler Energienährstoffe wie Kohlenhydrate, Proteine und Fette. Zudem brauchen gestres
